„Wenn Covid-Patienten keine Gefahr mehr für sich selbst oder für das Personal darstellen, sind sie vorbehaltlich strenger Gesundheitsvorschriften nicht mehr verpflichtet, im Krankenhaus untergebracht zu werden“, erklärt Dr. Martial Moonen, Infektiologe und Koordinator der Covid-Abteilungen im CHR de la Citadelle.
„Diese Wahl hat mindestens drei Vorteile: Andere Patienten können unter optimalen Bedingungen in unseren Covid-Stationen untergebracht werden, Patienten, die an einen anderen Ort verlegt werden, beenden ihre Rekonvaleszenz an einem weniger ‘angstauslösenden’ Ort, und das Personal kann auf die Hilfe und Solidarität kompetenter Mitarbeiter zählen, die nicht vom Krankenhaus abhängig sind.“
Die Wahl fiel sehr schnell auf Altenheime als pflegegerechte Infrastrukturen, in denen die Menschen von qualifiziertem Personal beaufsichtigt werden und die alle Sicherheitsstandards erfüllen. „In menschlicher Hinsicht war auch eine ‘Kontinuität der Betreuung’ erforderlich, d. h. ein reibungsloser Übergang in ein normales Leben“, so Raphaël Driessen, Leiter des Sozialdienstes im Lütticher CHR-Spital.
Eine erste Partnerschaft wurde nun zwischen dem Krankenhaus und der „Senior Living Group“ geschlossen. Etwa zehn Patienten wurden diese Woche bereits nach Juprelle und Vottem verlegt.
Und finanziell? „Unter keinen Umständen werden die zusätzlichen Kosten vom Patienten getragen“, sagt CHR-Generaldirektorin Sylvianne Portugaels: „Die übrigen Pflegeheime beteiligen sich als Zeichen der Solidarität an den Bemühungen (...) Für die übrigen wurden die Behörden kontaktiert, aber wenn keine schnelle Lösung gefunden werden kann, wird das Krankenhaus das Projekt aus eigenen Mitteln finanzieren.“ (belga/mv)

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