Denn jedes Jahr werde bei durchschnittlich 11.000 Menschen Brustkrebs diagnostiziert, hauptsächlich bei Frauen, so Ecolo in dem Pressekommuniqué. „Auch wir von der Ecolo-Fraktion ‚denken pink‘ und nehmen diesen Monat zum Anlass, um den Fokus auf diese häufig auftretende Krebsart zu legen“, heißt es weiter: „Für Menschen in der DG, die mit solch einer Krankheit zu kämpfen haben, ist die Behandlung in deutscher Sprache sehr wichtig. Hier geht es sowohl um die fachärztlichen Untersuchungen als auch die mentale und emotionale Begleitung.“
Gemäß Königlichem Erlass vom 15. Dezember 2013 müsse ein Krankenhaus, um als „Satellitenbrustklinik“ anerkannt zu sein, mindestens 60 Neuerkrankungen pro Jahr zählen. „Diese Quote erreichen die beiden deutschsprachigen Krankenhäuser in St.Vith und Eupen als einzelne Standorte nicht. Die Anerkennung einer gemeinsamen Satellitenbrustklinik ist vom Gesetzgeber leider nicht vorgesehen“, bedauert Ecolo. Die PDG-Abgeordnete Inga Voss habe im Rahmen der Regierungskontrolle im PDG-Ausschuss an Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (SP) appelliert, wie wichtig es sei, eine solche Anerkennung zu erhalten. Es ginge hierbei nicht nur um die Behandlung dieser Krankheit, sondern auch um die Finanzierung der genetischen Tests durch das Landesinstitut für Kranken- und Invalidenversicherung (Likiv/Inami). Inga Voss stellte unter anderem die Frage, ob das Addieren der Brustkrebspatienten der beiden Standorte möglich sei, um somit auf die Gesamtquote pro Jahr zu kommen? „Es geht um das Gleichgewicht zwischen Menschlichkeit und Rentabilität. Ähnlich wie bei der Resolution zum Erhalt der Entbindungsstationen in St.Vith und Eupen Anfang des Jahres geht es um die Identifikation mit ‚unseren‘ Krankenhäusern. Dazu gehören eine gute Versorgung, Empathie, Vertrauen und auch die eigene Sprache“, wird die Abgeordnete in der Ecolo-Mitteilung zitiert. „Leider ist zu erkennen, dass es in beiden Fällen hauptsächlich Frauen betrifft und wirft letztlich die Frage in den Raum: Sind Frauenthemen nicht wirtschaftlich genug?“, fragt sich Inga Voss. (sc/red)

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