Die Streikenden schlagen in die gleiche Kerbe wie ihre Kollegen in zwei anderen Niederlassungen in der Provinz Lüttich Mitte Juni. Zu den Forderungen des Personals gehören: die Verlängerung der „Corona“-Vereinbarungen, d. h. eine Erhöhung der Essensgutscheine um vier Euro, eine zusätzliche Erholungszeit von 30 Minuten pro Tag, das Verbot von mitgebrachten Einkaufsbeuteln (um die Kontaminationsrisiken zu begrenzen) sowie die Anwendung eines besonderen Tarifvertrages für über 45-Jährige.
Die Leitung der Supermarktkette erinnerte im Laufe des Tages als Reaktion auf den wilden Streik an die vielen Investitionen, die zum Schutz der Mitarbeiter getätigt wurden und noch immer getätigt werden: „Millionen von Euro wurden in Sicherheitsmaßnahmen investiert, und wir werden dies auch weiterhin tun. Es wird alles getan, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und sowohl unsere Mitarbeiter als auch unsere Kunden zu schützen, unabhängig von den finanziellen Auswirkungen. Physische Distanzierung, das Tragen von Masken und die Desinfektion der Wagen bleiben bestehen. Im Covid-Kontext wurde das Befüllen der Einkaufstaschen als Arbeitsanweisung ausdrücklich aufgegeben.“
Außerdem seien nach Verhandlungen mit den Sozialpartnern mehr als 20 Millionen Euro als Teil der „Corona“-Prämie an die Beschäftigten der Gruppe verteilt worden, hieß es seitens der Unternehmensführung weiter. Ein Abkommen, das auch von der (sozialistischen) Gewerkschaft, die am Montag den Streik anführte, unterzeichnet worden war.
„Es sollte daran erinnert werden, dass mögliche Vorteile im Zusammenhang mit der Coronakrise auf Sektorebene verhandelt werden sollten. Das Problem ist national“, so die Leitung der Supermarktkette, die eine „lokale Streikgruppe bedauert, ohne dass die Verfahren für soziale Konflikte eingehalten werden und das ausgerechnet vor den bevorstehenden Sozialwahlen. Wie immer wollen wir dem Dialog Priorität einräumen“. (belga/mv)

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