Sie illustrieren nicht nur die 40-jährige Karriere der Galionsfigur der Pop Art. Warhol gehöre zu den meistausgestellten Künstlern weltweit, doch stehe hier Warhols Amerika im Mittelpunkt, das er in seiner grellen Bilderwelt zum Ausdruck bringe, erklärte der Direktor der Ausstellungsagentur Tempora, Benoît Remiche.
Warhol eingehüllt in eine amerikanische Flagge: Mit den drei Siebdruckporträts von Christopher Makos, Fotograf und Freund des Künstlers, wird umgehend der Ton der Ausstellung mit dem Titel „Warhol. The American Dream Factory“ angegeben: Warhol. Die amerikanische Traumfabrik.
Die Flasche Coca-Cola und seine Campbell-Suppendosen-Bilder gehören zu seinen berühmtesten Werken. Doch Warhol porträtierte nicht nur Konsumprodukte. Auch seine Technik der Serialisierung entspricht der Logik der Massenproduktion, ebenso wie der Name seines Ateliers, Treffpunkt von Künstlern, Promis und Außenseitern: The Factory. In die Stimmung dieses einzigartigen Arbeitsorts wird der Besucher durch eine teilweise Nachahmung und Videos getaucht.
Hinter dem leicht zugänglichen Werk von Warhol verberge sich ein tiefgreifender Blick, der den Betrachter zum Nachdenken anrege über Amerika, dessen Größen, Ikonen und Schattenseiten, wie Remiche ergänzte. Und wie die über 100 Werke, die bis zum 28. Februar zu sehen sind, illustrieren. Rund um diese Ausstellung finden etliche Animationen und Lehrgänge statt. Informationen gibt es im Internet unter www.laboverie.com. Die Ausstellung ist von Dienstags bis Freitags von 9.30 bis 18 Uhr sowie an den Wochenenden von 10 bis 18 Uhr geöffnet. (dpa/um)

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