Die für Digitalisierung zuständige Ministerin Isabelle Weykmans (PFF) stellt am Montag (5. Oktober, ab 18.30 Uhr) im St.Vither Triangel eine Studie zur Kostenanalyse und Machbarkeit des Projektes vor und berichtet über den weiteren Aktionsplan bis zur Umsetzung eines flächendeckenden Glasfaserangebots in der DG.
Bereits in der letzten Legislaturperiode (2014-2019) war die Verbesserung der Internetqualität in Ostbelgien ein brennendes Thema. Es gab einen ständigen Austausch mit Vertretern der Telekommunikationsanbieter – vor allem Proximus. „Trotz der Tatsache, dass hierbei auch merkliche Fortschritte erzielt werden konnten, kann man sich nicht mit der aktuellen Situation zufriedengeben“, so Weykmans zuletzt. Man habe es zwar geschafft, „deutliche Aufbesserungen“ des aktuell bestehenden Kupferkabelnetzes zu erreichen. Diese Errungenschaften seien zwar kurzfristig wichtig, reichten allerdings nicht aus, um den Lebens- und Wirtschaftsstandort Ostbelgien für die Zukunft zu rüsten. Dies könne man nur durch einen flächendeckenden Ausbau der Glasfasertechnologie erreichen, so Weykmans weiter. Da ein flächendeckender Glasfaserausbau für die aktuellen Telekommunikationsanbieter auf Grund der geringen Bevölkerungsdichte und der verhältnismäßig großen Fläche nicht eigenwirtschaftlich in Ostbelgien umsetzbar sei, seien alternative Projekte und Herangehensweisen ins Auge gefasst worden. Schon im Jahr 2019 traf Ministerin Weykmans Vertreter eines Glasfaserprojektes aus dem kleinen Ort Loikum in Deutschland. Vielversprechende Projekte, wie der hier durch eigens gebaute Gerätschafften und quasi nur durch freiwillige Bürgerinnen und Bürger durchgesetzte Glasfaserausbau, hätten sich allerdings in Ostbelgien als nicht umsetzbar erwiesen – nicht zuletzt auf Grund schwieriger Boden- und territorialspezifischer Verhältnisse. Da man aber weiterhin von der absoluten Notwendigkeit eines flächendeckenden Glasfasernetzes überzeugt sei, sei Anfang des Jahres ein wissenschaftliches Institut mit der Durchführung einer Studie zur Kostenanalyse und Realisierbarkeit eines solchen Projektes beauftragt worden. Die Ergebnisse der Studie, die vor allem prüfen sollte, ob ein flächendeckender Glasfaserausbau in Ostbelgien überhaupt finanztechnisch realisierbar und in einem angemessenen Zeitrahmen umsetzbar ist, werden am Montag im Triangel vorgestellt. Weykmans betont, dass ein solches Projekt in Ostbelgien möglich ist. „Wir können, ab Start des Projektes, mit einer nahezu vollständigen Umsetzung in einer Frist von vier Jahren rechnen.“ Den genauen Fahrplan sowie die konkreten Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben, werden gemeinsam mit den Experten am kommenden Montag vorgestellt. (red)
Eine Anmeldung zur physischen Teilnahme an der Veranstaltung iam Montag st aufgrund der begrenzten Zuschauerzahl erforderlich unter anmeldungen.kab.weykmans@dgov.be. Die Veranstaltung wird auch live gestreamt auf der Seite des Triangels.

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