„Wir haben einen hohen Preis bezahlt“

Sehr geehrter Herr Kollege, Sie als Allgemeinmediziner und ich als Chirurg, wir sind beide im Umgang mit der Coronakrise und dem Coronatest auf das Fachwissen von Epidemiologen, Infektiologen, Mikrobiologen und Immunologen angewiesen. Laut GE-Bericht verlassen Sie sich auf die Experten des Gesundheitsinstituts Sciensano, die aber bisher noch nie ausführlich über die Verlässlichkeit des PCR-Tests informiert haben. Unabhängige Experten, wie der Virologe und Infektionsepidemiologe Sucharit Bhakdi, bezeichnen den PCR-Test als ungeeignet, um die Corona-Epidemie angemessen ärztlich zu beurteilen und zu begleiten. Herr Franckh, Sie sprechen die Virusmenge an, das ist richtig, aber Sie bedenken nicht, dass der PCR-Test die Virenlast nicht messen kann, sondern dass er nur, und zwar hochsensibel, eine gewisse Gensequenz feststellt, welche sich bei der Corona-Erkrankung Covid-19 findet. Diese Gensequenz findet sich aber auch bei Personen, die an einer Erkältung mit anderen Coronaviren oder mit dem Influenzavirus erkrankt waren. Auch Personen, wie z.B. die Kinder und Jugendlichen, die zwischen Januar und März 2020 eine Infektion mit Sars-Cov-2 durchgemacht haben, entweder mit oder ganz ohne Symptome, konnten dann von April bis September 2020 durch diesen Test als „Neuinfektion“ und als „Erkrankte“ diagnostiziert werden, obschon sie ja kerngesund und immun gegen Sars-Cov-2 und somit nicht ansteckend sind! Der Test an sich ist also das Problem, wir erleben aktuell keine echte Epidemie mehr sondern nur noch eine „Test-“ bzw. eine „Labor-Epidemie“. Informationen dazu unter „Ärzte-für-Aufklärung.de“.

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Kommentare

  • „Wir erleben zur Zeit keine echte Epidemie sondern nur noch eine „Test- bzw. Labor-Epidemie“. (J.Meyer 26.9)

    „Allenthalben suchen Politiker nach einem sauberen Ausweg aus den Corona-Maßnahmen: ohne das Gesicht dabei zu verlieren. Der Fall Nawalny kommt dabei gelegen, um davon abzulenken“ (O. Schröder 5.9)
    ...

    Hätte Donald Trump die gleiche „Meinung“ wie die beiden Herren in einem Tweet abgesetzt (was nicht weit hergeholt ist), hätte Twitter unter dem Beitrag mit Sicherheit eine Fakenews-Warnung vermerkt.
    Was Twitter recht ist sollte dem GE billig sein, kann die Manipulation der Leser durch wissentlich verbreitete Falschmeldungen zum Thema Corona im schlimmsten Fall Menschenleben gefährden oder kosten.
    Die individuelle Freiheit reicht nur soweit, andere Menschen in ihren Freiheiten nicht einzuschränken oder ihnen keinen Schaden zuzufügen.
    Stellt sich die Frage, ob dieser Grundsatz nicht auch auf die Freiheit, seine Meinung in einer staatlich subventionierten Zeitung zu äußern, anzuwenden ist.

    Täglich sterben zwischen 5000-7000 Menschen an/mit Covid19.
    Mit seit Wochen steigenden Infektionszahlen steigen allerorsts die Krankenhausaufnahmen, die Intensivbehandlungen und langsam auch die Todeszahlen.
    In manchen Krankenhäusern in Spanien und Frankreich werden die Intensivbetten knapp.

    „Allenthalben“ werden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verschärft oder zumindest regional angepasst, um die anrollende 2. Infektionswelle aufzuhalten.

    Es wird Zeit, dass beide Herren und noch eine Handvoll weiterer verwirrter Kommentatoren, die die Tragweite der Pandemie noch immer nicht verstanden haben und Fakten einfach nicht zur Kenntnis nehmen, ihre Haltung einem Faktencheck unterwerfen und sich für ihre Desinformation der Öffentlichkeit entschuldigen.

    Wenn die Deutschsprachige Gemeinschaft mit der substantiellen finanziellen Unterstützung der Presse und Medien in der DG, Qualitätsjournalismus und wohl auch eine möglichst faktenbasierte Information der Bevölkerung fördern möchte, sollten m.M.n. derlei Entgleisungen unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit oder der journalistischen „Orientierungshilfe“ der Vergangenheit angehören.

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