Schembri war bis November 2019 Berater des damaligen Stabschefs Muscat. Dann wurde er im Zusammenhang mit dem Mord an der regierungskritischen Journalistin Daphne Caruana Galizia zeitweise festgesetzt. Später kam er ohne Anklage frei.
Auch andere Verdächtige seien über Nacht von den Ermittlern festgenommen worden, berichtete die „Times of Malta“ weiter. Zuvor hätten die Behörden eine Untersuchung zu den Vorwürfen abgeschlossen, dass Schembri von seinem Buchhalter eine Schmiergeldzahlung von 100.000 Euro für den Verkauf maltesischer Pässe im Jahr 2015 erhalten haben soll.
Beide Männer bestreiten die Vorwürfe. Sie sprachen den Angaben zufolge von der Rückzahlung eines alten Kredits. Die Untersuchungen stünden im Umfeld weiterer Vorwürfe von Geldwäsche im Zusammenhang mit Enthüllungen der sogenannten Panama Papers vor einigen Jahren.
Ex-Regierungschef Muscat war als Folge des Attentats auf die Bloggerin Caruana Galizia von 2017 zurückgetreten. Seit Anfang 2020 gibt es in Valletta eine neue Regierung. Der Mordfall ist aber noch nicht voll aufgeklärt. Ein Verdächtiger beschuldigt Schembri, zu den Auftraggebern gehört zu haben. (dpa)

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