Van Aert flucht wegen Sagan: „Habe ihm einige unschöne Dinge gesagt“

<p>Sagan drückte bei vollem Tempo</p>
Sagan drückte bei vollem Tempo | Foto: belga

Der belgische Überflieger wurde durch einen heftigen Rempler des Ex-Weltmeisters vom Bora-hansgrohe-Team in einem Wild-West-Sprint womöglich um seinen dritten Etappensieg bei der 107. Tour de France gebracht.

„Ich habe ihm einige unschöne Worte gesagt. Es ist frustrierend. Das war komplett gegen die Regeln. Ich war überrascht und schockiert. Ich konnte froh sein, nicht zu stürzen“, echauffierte sich van Aert. Die Jury teilte die Meinung des Belgiers und gab Sagan die Quittung. Der Superstar wurde auf Platz 85 strafversetzt.

Der Slowake Sagan, der zunächst als Zweiter die Ziellinie überquert hatte, war sich erst keiner Schuld bewusst. Sein Team räumte aber schnell den Fehler ihres Topstars ein und legte auch keinen Einspruch gegen den Jury-Entscheid ein. „Peter hat van Aert härter berührt, als er es gewollt hat. Das war weit weg von perfekt, aber wir müssen es akzeptieren“, sagte Sportdirektor Enrico Poitschke. Dass der Superstar mit harten Bandagen im Finale kämpft, ist bekannt. 2017 hatte er im Sprint den Ellbogen gegen Mark Cavendish ausgefahren und war anschließend komplett von der Frankreich-Rundfahrt ausgeschlossen worden. Diesmal hat er nur viele Punkte im Kampf um das Grüne Trikot verloren. (mn/dpa)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment