Statt der ursprünglich geplanten 20.000 Menschen pro Tag dürften bei dem Grand-Slam-Turnier vom 27. September bis 11. Oktober nun „„nur“ noch 11.500 Zuschauer auf die Anlage, wie der französische Tennis-Verband am Montag mitteilte.
Das Gelände solle dabei in drei voneinander abgetrennte Zonen aufgeteilt werden, in denen jeweils die größten Arenen der Anlage stehen.
So dürfen 5.000 Zuschauer auf den Court Philippe Chatrier, 5000 in das zweitgrößte Stadion Suzanne Lenglen und 1500 in den Court Simonne Mathieu. Ein Wechsel von einer Zone in eine andere ist nach Angaben der Organisatoren nicht möglich. Die Qualifikation in der Woche vor dem Turnier findet dagegen komplett ohne Zuschauer statt.
Verbandschef Bernard Giudicelli hatte zuvor in einem Interview der „L'Equipe“ erklärt, dass er trotz der Coronavirus-Pandemie fest davon ausgehe, dass anders als bei den derzeit in New York stattfindenden US Open Zuschauer im Stade Roland Garros dabei sein können.
Auf die Frage, ob womöglich mehr als die bei Fußballspielen derzeit erlaubten 5.000 Zuschauer auf die Anlage dürften, antwortete Giudicelli: „Wir nehmen für uns in Anspruch, dass wir nicht "eine" Veranstaltung sind, wie in einem Fußballstadion.“ Dieses Konzept mit den drei Zonen wurde nun von den Behörden in Frankreich genehmigt.
Anders als bei den US Open, wo zum Beispiel der am Sonntag ausgeschlossene Weltranglisten-Erste Novak Djokovic in einem extra angemieteten Haus gewohnt hatte, sollen in Paris alle Profis in Hotels wohnen. Man werde keinen Sonderstatus tolerieren, unterstrich Giudicelli mit Blick auf die sogenannte Hotel-Blase. Der Verband teilte am Abend mit, dass zwei Hotels zur Verfügung stehen.
Serena Williams lässt derweil ihre Entscheidung über die Teilnahme in Paris vorerst offen. „Ich darf nicht in mein privates Apartment, aber Zuschauer sind zugelassen, wow, da muss ich erstmal drüber nachdenken“, sagte die 38-Jährige nach ihrem Viertelfinal-Einzug bei den US Open in New York.
Titelverteidigerin Ashleigh Barty (24/Australien) wird nicht teilnehmen. Barty teilte in einem Statement mit, dass es eine „schwierige Entscheidung“ für sie war, in diesem Jahr nicht mehr in Europa aufzuschlagen. Als Gründe führte sie Gesundheitsrisiken durch die weiter angespannte Situation in Bezug auf die Corona-Pandemie sowie ihre mangelnde Vorbereitung an. Sie könne aufgrund der aktuellen Reiseeinschränkungen in Australien nicht mit ihrem Trainer arbeiten. (dpa/sid)

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