Elise Mertens doch nicht kampflos ins Cincinnati-Endspiel

<p>Naomi Osaka</p>
Naomi Osaka | Foto: dpa

Um 19 Uhr entschied sich Osaka dazu, ihr Halbfinale gegen Mertens doch anzutreten.

„Noch bevor ich eine Athletin bin, bin ich eine schwarze Frau. Und als eine schwarze Frau habe ich das Gefühl, dass es wichtigere Themen gibt, die sofortige Aufmerksamkeit brauchen, anstatt mich Tennis spielen zu sehen“, hatte die in Florida lebende 22 Jahre alte Japanerin in einer am Mittwochabend (Ortszeit) in den sozialen Medien verbreiteten Stellungnahme geschrieben. „Ich erwarte nicht, dass etwas Drastisches mit mir passiert, wenn ich nicht spiele. Aber wenn ich ein Gespräch starten kann in einem mehrheitlich weißen Sport, betrachte ich das als Schritt in die richtige Richtung.“

Osaka und das Masters-1000-Turnier sind damit Teil einer Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt, die in dieser Intensität vom NBA-Team der Milwaukee Bucks angeschoben worden war. Der Titelkandidat in der stärksten Basketball-Liga der Welt boykottierte das Playoff-Duell mit den Orlando Magic und provozierte damit die Absage aller für den Mittwoch geplanten Playoff-Begegnungen in der NBA.

Die Bucks haben ihre Heimat weniger als eine Stunde nördlich des Orts im US-Bundesstaat Wisconsin, an dem am Sonntag ein Afroamerikaner von der Polizei sieben Mal in den Rücken geschossen worden war. Teams in der WNBA, MLS und MLB schlossen sich dem Boykott an. (jph/dpa)

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