Brantano-Liquidation lief in vier Geschäften aus dem Ruder

<p>Anstehen für neue Schuhe im ostflämischen Ninove: Brantano wird nach dem Konkurs der Muttergesellschaft FNG derzeit abgewickelt.</p>
Anstehen für neue Schuhe im ostflämischen Ninove: Brantano wird nach dem Konkurs der Muttergesellschaft FNG derzeit abgewickelt. | Foto: belga

In den meisten Brantano-Geschäften sei der erste Verkaufstag am Samstag gut verlaufen, sagte am Sonntag das mit der Abwicklung beauftragte Unternehmen Moyersoen. „Nur vier Geschäfte waren von einem Eingreifen oder einer Schließung der Polizei betroffen“, erklärte Jeroen Van Daele: „In den anderen 60 Niederlassungen gab es keine Probleme.“

Das Unternehmen prüfte gleich am Sonntagmorgen, wie die Warteschlangen besser gemanagt und die Sicherheit in den kommenden Tagen gewährleistet werden kann. Insbesondere wird über zusätzliche Sicherheitsbeamte und Personal nachgedacht.

Am Samstag äußerten sich die Gewerkschaften sehr kritisch über die Treuhänder. Moyersoen soll seine Gewinne dadurch maximiert haben, dass es nicht genügend Maßnahmen ergriffen hat, um einen großen Zustrom von Menschen inmitten der neuen Corona-Welle zu bewältigen. Die Gewerkschaften hielten es für vorhersehbar, dass Angebote mit bis zu 75 % Rabatt viele Menschen anziehen würden.

„Wir hatten in der Tat mit einer etwas geringeren Beteiligung gerechnet, aber dies ist sicher nicht das erste Mal, dass wir solche Nachlässe gewähren“, so Jeroen Van Daele, für den die Gewerkschaften eine „sehr negative“ Haltung einnehmen. „In 99 Prozent der Fälle sind die Arbeitnehmer sehr zufrieden. Die Mitarbeiter waren froh, dass sie arbeiten konnten. Wir erhielten von ihnen viele Nachrichten und Fotos, bis 22 Uhr abends.“

Der Totalausverkauf wird ab Montag fortgesetzt und wird wahrscheinlich noch einige Wochen lang dauern. „Der Bestand ist immer noch groß, vielleicht könnten wir in den nächsten Tagen weitere Geschäfte eröffnen und noch mehr Brantano-Mitarbeiter einsetzen. Nur um es klar zu sagen: Sie werden von uns mit befristeten Verträgen eingestellt.“

Die christliche Gewerkschaft ACV Puls/CNE bezeichnete die Arbeitsbedingungen vom Samstag als „skandalös“ und fordert Maßnahmen. „Die Geschäfte können unter den gegenwärtigen Umständen nicht mehr geöffnet werden“, sagte der Gewerkschafter Sven De Scheemaeker. (belga/mv)

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