Premierministerin Sophie Wilmès (MR), die wichtigsten Minister der Föderalregierung und die Ministerpräsidenten der Teilstaaten, unter ihnen Oliver Paasch (ProDG), hatten sich am Donnerstagmorgen um 9 Uhr, zehn Tage vor Beginn des neuen Schuljahres im September, zu einer neuen Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates im Brüsseler Egmont-Palast getroffen. Auf dem Tisch lagen u.a. die Aufrechterhaltung der Fünfer-Kontaktblase, die Besucherzahlen bei Events, das Einkaufen in Kontaktblasen, eine einheitliche Mundschutzregelung und der Anstieg der Infektionen in Brüssel. Bei der vorigen Tagung am 27. Juli war angesichts des Wiederaufflammens der Corona-Infektionen beschlossen worden, die Schrauben im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus wieder anzuziehen: Die Kontaktblase wurde auf fünf Personen reduziert, die Höchstanzahl Besucher bei Innen- und Außenveranstaltungen wurde ebenfalls gesenkt.
Seitdem ist die Zahl der Todesfälle zwar weiter gestiegen, während sich die Zahl der Krankenhauseinweisungen stabilisiert hat und die der Neuinfektionen rückläufig ist. Zwischen dem 10. bis 16. August wurden im Schnitt täglich 534 neue Covid-Fälle registriert, was einem Rückgang von 13 Prozent gegenüber der Vorwoche entspricht, wie das Gesundheitsinstitut Sciensano am Donnerstagmorgen mitteilte. In Brüssel nimmt die Zahl der Infektionen weiter zu, mit 127 Fällen mehr als in der Vorwoche. Am Mittwoch wurden 35 Krankenhausaufnahmen und 30 Entlassungen vermeldet. In den Kliniken des Landes liegen insgesamt 334 Covid-Patienten registriert, 83 davon auf der Intensivstation. Trotz sinkender Infektionszahlen hatten Experten in den letzten Tagen eindringlich vor einer zu schnellen und starken Lockerung der Schutzmaßnahmen gewarnt.
Mehr zu den Beschlüssen des Nationalen Sicherheitsrates später.
(gz)

Kommentare
.. macht endlich mal Nägel mit Köpfen und nicht so eine hin unher das man als Schwachsinn betiteln könnte...
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