Gerne erinnere ich mich an das Jahr, als ich Joseph Evertz bei einem Praktikum für die evangelische Glaubensrichtung begleiten wurde. Der Lütticher Bischof hatte sein Einverständnis gegeben, und es folgten viele Gespräche über den reformierten und den katholischen Glauben. Philosophisch und auch psychologisch näherten wir uns Gottes Wort. Sehr interessant waren hier auch die Gespräche mit dem damaligen Lütticher Generalvikar Professor Dr. Karl Gatzweiler.
Besuch von den Gemeindemitgliedern beider Konfessionen hat uns beiden bei diesen Gesprächen viel gebracht. Ich vergesse diese wunderbaren Momente und Gespräche nicht. Er hat in der Evangelischen Kirche „Über die sieben Brücken“ gepredigt: Über die Kindheit, Schule und Abitur zunächst, dann über den Kampf, sich für Gott zu entscheiden und der Kirche dienen zu wollen. Dann folgen die Seminarausbildung und der Einsatz in den Pfarren.
Nach der Zeit im „Klösterchen“ ist er nunmehr über die siebte Brücke gegangen, und mit dem Tod eingetreten in die himmlische Atmosphäre.
Ich danke ihm für die schöne Zeit und eine ewig haltende Freundschaft, und bedaure es sehr, einen Freund verloren zu haben, was mich sehr bewegt hat. Was uns eint: Auch ich stehe vor der siebten Brücke.
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