Egbert Lachaert, der Ende Mai zum neuen Vorsitzenden der Open VLD gewählt wurde, beerbt damit Paul Magnette (PS) und Bart de Wever (N-VA). Dem Tandem war es zuletzt nicht gelungen eine Mehrheit zur Bildung einer stabilen Föderalregierung auf die Beine zu stellen, weshalb sie am Montag dem König ihren Rücktritt angeboten hatten.
König Philippe hatte kurz darauf mit allen Parteispitzen, die bis dato für eine mögliche Mehrheit infrage gekommen waren, Sondierungsgespräche geführt. Unter dem Strich beauftrage der Monarch die Open VLD in Person von Egbert Lachaert damit, ihr Möglichstes zu versuchen, eine neue Regierung einzufädeln. Viel Zeit bleibt Lachaert dafür aber nicht, denn am Freitag, 28. August, muss er dem König bereits Bericht erstatten. (belga/calü)
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Kommentare
Das eine Reform in der Regierungsbildung erforderlich ist, wissen die meisten nicht erst seit diesen Jahren. Als Vorschlag sollten die Parteien die Koalitionspartner in der gewünschten Reihenfolge vorlegen, mit dem Zwang jegliche Zusammenstellung so zu akzeptieren, das eine Mehrheit zustande kommt. Das wäre vielleicht nicht nach dem Willen der Politiker, doch wir hätten immer eine Regierung, die so auch vom Volk gewählt wäre. was man als Demokratie bezeichnen könnte. warum bestehen die in Belgien überhaupt auf Wahlpflicht, den wenn selbst 30 oder 35 Prozent der Bevölkerung eine Partei wählen (die zum Bsp. stärkste Partei wäre) ist es noch lange nicht sicher, das diese in die Regierung kommt. Das kann man einfach nicht als Demokratie für voll holen; Mit diesem Hintergrund würde ich gerne mal von einem Politiker die Erklärung erhalten ob das Volk ihre Regierungsvertretung wirklich selbst wählt. Ein gutes Beispiel die DG Regierung, die ihren Wählern vorher gesagt hat mit wem sie zusammen Arbeiten wollen. Kann man Klüngel nennen, doch den gibt es eh überall und man weiss wenigstens welche Regierung man wählt.
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