Im Rahmen einer Cemos-Umfrage hätten drei von vier Einzelhändlern angegeben, dass sie infolge der Corona-Einschränkungen immer wieder mit wütenden Konsumenten zu tun gehabt hätten. In den meisten Fällen seien die Ladenbetreiber dabei verbal angegangen worden. Vereinzelt sei es aber auch zu körperlichen Angegriffen gekommen.
Die Toleranz der Kundschaft gegenüber der aktuell geltenden Schutzmaßnahmen habe laut der Cemos-Studie deutlich abgenommen. „Vor allem die Regel, dass Kunden Geschäfte nur noch einzeln betreten dürfen, sorgt für großes Unverständnis“, erklärte Comeos-Sprecherin Déborah Motteux gegenüber dem flämischen Rundfunk. Der Handelsverband setze sich deshalb dafür ein, dass die Regel abgeschafft wird, damit so die Kunden wieder zu zweit oder kleinen Gruppen die hiesigen Geschäfte beleben können. „Und das nicht nur, weil es den Umsatz der Ladenbesitzer steigern könnte, sondern auch, weil wir glauben, dass dadurch die Aggression abebbt“, gab Déborah Motteux der VRT zu verstehen.
Déborah Motteux ließ gegenüber dem flämischen Rundfunk noch einmal wissen, dass die Geschäftsleute keinerlei Handhabe gegen aggressive Kunden haben. „Sie können nur die Polizei rufen, und das dauert manchmal einige Zeit, bis die eingreift.“ (calü)

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