Den Trend verstehen – nicht den Crash prophezeien

Im Leitartikel prophezeit Oswald Schröder das Ende der „Börsenparty“ und folgert, dass dadurch die Armen ärmer und die Reichen reicher werden.

Die Fakten: Im Februar und März 2020 hatten wir bereits einen Börsencrash wegen Covid-19. Seitdem handeln die Staaten richtig mit Konjunkturhilfen, Arbeitslosenunterstützung, und die Zentralbanken versorgen die Unternehmen mit notwendiger Liquidität. Gestiegene Aktienindizes – seit 10 Wochen in Seitwärtsbewegung und nicht von Rekord zu Rekord – haben einen anderen Grund: Nur Unternehmen mit zukunftsweisenden Geschäftsmodellen wie z. B. Technologie zeigen steigende Kurse. Unternehmen mit veralteten Geschäftsmodellen hatten oft schon in der Boomphase 2019 Probleme, und deren Kurse sind weiter abgestraft. Ist das eine Börsenblase? An der Börse wird die Zukunft gehandelt, und Covid19 verstärkt den Wandel zur Digitalisierung. Gut oder schlecht? Trends lassen sich nicht durch das Verbreiten von Ängsten selbsternannter Experten oder Crashpropheten aufhalten. Der Trend sind sowieso wir alle und nicht die Anbieter. Überprüfen Sie doch ihr eigenes digitales Verhalten in den letzten Jahren.

Auch das ständige Jammern über die 0%-Zinsen für Spareinlagen kann keiner mehr hören. Die Zinsen bleiben die nächsten Jahre unten. Ansonsten bekommen wir keinen Aufschwung und mehr Armut. Jeder jammernde Kleinsparer kann aber auch für kleines Geld interessante Aktien und Fonds von Unternehmen mit zukunftsweisenden Geschäftsmodellen kaufen.

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