Provinzgouverneurin Cathy Berx bleibt hart: Für die Profivereine der Provinz Antwerpen soll es vorerst keine Ausnahmeregelung geben. Heißt: Auch für Vereine wie den FC Antwerp, der am Samstagabend das Pokalfinale gegen Club Brügge absolvieren soll, sind Trainingseinheiten in den kommenden vier Wochen verboten. Betroffen sind auch Waasland-Beveren, der KV Mechelen und Beerschot, das vor dem Rückspiel um den Aufstieg gegen OH Löwen steht.
„Übrigens darf ich darauf hinweisen, dass der Ausbruch des Coronavirus in Europa mit einem Fußballspiel begann (Atalanta Bergamo gegen Valencia, A. d. R.) Es gibt in der Tat Protokolle, wie Tests und Rückverfolgung. Aber es gibt jetzt einen neuen epidemiologischen Kontext“, so Berx.
Antwerpen hatte am Dienstag – vom Amateur- bis Profibereich – alle Sportarten auf Eis gelegt, bei denen es zu Ansammlungen von mehr als zehn Erwachsenen kommt. Chancen auf eine Sonderregelung hat der Profifußball allerdings noch: Die Entscheidung von Berx kann auf föderaler Eben noch überstimmt werden.
Somit ist immer noch unkar, ob das Pokalfinale (FC Antwerp - Club Brügge) und das Rückspiel um den Aufstieg (OH Löwen - Beerschot) wie geplant stattfinden können. Bei der Pro League geht man nach wie vor davon aus, dass alle Spiele angepfiffen werden können. Gerade jetzt, so heißt es, sehe man die Gelegenheit, zu zeigen, dass es trotz strengerer Maßnahmen immer noch möglich ist, ein Fußballspiel unter entsprechenden Bedingungen auszutragen. „Entweder müssen die Vereine in einer anderen Provinz trainieren, oder sie müssen das ohne Körperkontakt machen“, so Verbandssprecher Stijn Van Bever gegenüber „Sporza“. Eine Option für Vereine wie Antwerpen oder Mechelen wäre ein vorübergehender „Umzug“ nach Tubize in das Trainingszentrum der Nationalmannschaft.
„Die beiden Risikospiele am Wochenende sind ein Test mit Blick auf die Zukunft“, so Van Bever weiter. (mn/belga)

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