Lockerung der Abtreibungsgesetze

Der neue Gesetzesentwurf zur Abtreibung wird derzeit in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Ecolo hat diesen Entwurf im föderalen Parlament zusammen mit den Fraktionen der PS-SPA/Groen/MR-Open VLD und DéFi auf den Weg gebracht. Dazu wurde im Vorfeld eine Vielzahl von Experten konsultiert mit dem Ziel, einen Eindruck der reellen Situation der betroffenen Frauen zu bekommen. Die Erfahrung mehrerer Länder, die einen weniger restriktiven Ansatz für die Abtreibung gewählt haben, zeigt, dass eine flexiblere Einstellung zur Abtreibung ein entscheidender Faktor für die Reduzierung von Abtreibungen ist.

Wie bei Ecolo üblich, wurde der Gesetzentwurf anschließend im politischen Büro der Partei, an dem Abgeordnete und Mitglieder teilnehmen, diskutiert und abgestimmt. Dabei sprach sich eine Mehrheit der Anwesenden für die Unterstützung des Vorschlags aus.

Ecolo-Ostbelgien – als Teil der gesamten Partei – respektiert die in einem Mehrheitsbeschluss getroffene Entscheidung. Zu einer demokratischen Entscheidungsfindung gehören immer verschiedene Ansichten. Auch bei Ecolo-Ostbelgien gibt es keine einheitliche Meinung dazu. Und es gibt auch nicht Die Ecolo-Frauen. Es gibt in jeder Partei, wie auch in der Gesellschaft, Menschen, die den Vorschlag unterstützen und andere, die ihn teilweise oder ganz ablehnen. Schlussendlich obliegt es jedem Abgeordneten, seine eigene Entscheidung über das Gesetz zu finden.

Die Debatte zum Abtreibungsgesetz wird auch mit dem neuen Gesetzesvorschlag sicher nicht enden. Die eigentliche Diskussion sollte sich aber damit befassen, wie man Frauen in dem Zusammenhang besser aufklären, schützen und betreuen kann.

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