König ehrt das Pflegepersonal –Te Deum unter besonderen Umständen

<p>Die Königsfamilie mit Maskenschutz.</p>
Die Königsfamilie mit Maskenschutz. | Foto: belga

„Dieser Nationalfeiertag ist in erster Linie eine Gelegenheit, den Personen zu danken, die unser Leben schützen: in erster Linie dem Pflegepersonal, den Sicherheits- und Katastrophenschutzdiensten und all jenen, die in dieser schwierigen Zeit zu unserem Zusammenleben beigetragen haben“, sagte der Monarch in einer kurzen Ansprache.

„Leider können wir die Armee nicht mit ihrer traditionellen Parade ehren, aber ich möchte ihr für ihren effektiven Beitrag zum Krisenmanagement danken“, fügte der Souverän vor rund 200 Gästen hinzu. „Dieser Nationalfeiertag 2020 markiert eine Seite in unserer Geschichte. Gleichzeitig erinnern wir uns daran, dass vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg zu Ende ging. Und wir grüßen diejenigen, die für uns gekämpft und ihr Leben riskiert und oft geopfert haben“, fügte der König hinzu. Das hätten sie mit den heutigen Gäste auf dem Place des Palais gemeinsam. „Dass sie alles gegeben haben, dass sie sich selbst übertroffen haben“, so König Philippe.

Sogleich überreichten Kriegsveteranen Jugendlichen aus den drei Regionen des Landes eine Charta, die nach den Worten des Staatsoberhauptes „die Weitergabe unserer Werte von einer Generation an die nächste symbolisiert. Auf diese Weise bauen wir auf dem auf, was unsere Eltern uns hinterlassen haben“.

<p>König Philippe hielt am Dienstagnachmittag eine kleine Ansprache.</p>
König Philippe hielt am Dienstagnachmittag eine kleine Ansprache. | Foto: belga

Bereits im Vormittag hatte die königliche Familie (Philippe und Mathilde sowie die vier Kinder Gabriel, Emmanuel, Elisabeth und Eleanor) am Te Deum in der Brüsseler Kathedrale Saints Michel-et-Gudule teilgenommen – in Anwesenheit einiger politischer Vertreter wie Premierministerin Sophie Wilmès, und mit Maskenschutz und sicherem Abstand innen sowie ohne ein Bad in der Menge draußen.

Vor der Zeremonie wurden drei Schweigeminuten zum Gedenken an die Opfer der Pandemie eingelegt, die seit März fast 9.800 Todesopfer in Belgien gefordert hat.

Außerdem begutachtete das Königspaar im Vormittag ein Wandfresko, das speziell für den Nationalfeiertag geschaffen wurde. Der international renommierte Graffiti-Künstler Dema One hatte mit Jugendlichen an der Fassade des Kunstzentrums Bozar gearbeitet. Auf Anregung des Königspalastes hatte das Zentrum für den 21. Juli ein partizipatives Projekt gestartet, bei dem Graffiti die Straßen von Brüssel, Charleroi, Antwerpen und den Flughafen Zaventem schmücken sollten. Der König nahm in Anwesenheit von Premierministerin Sophie Wilmès auch an einer Tanz- und Akrobatikvorführung der jungen Leute teil, die das Fresko mitgestaltet haben. (belga/mv)

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