Abtreibung nicht kriminalisieren

Im GrenzEcho ist in vielen Leserbriefen das Thema schon diskutiert worden. Gegen Abtreibung zu sein, weil es um durch Gott geschaffenes Leben gehe, wird wahrscheinlich nur für eine Minderheit gelten. Aber dies heißt noch lange nicht, dass man zu den vorgelegten Gesetzesänderungen steht. Es geht um zwei gegensätzliche Argumente: Die Entscheidungsfreiheit der schwangeren Frau und der Schutz eines Wesens, dass sich nicht selber schützen kann.

Niemand würde in Zweifel ziehen, dass das Leben eines Säuglings geschützt werden soll. Aber wie steht es bei einem noch ungeborenen Leben, welches sich immer mehr der Lebensfähigkeit nähert? Auch wenn man gegen die Abtreibung ist, so soll man abtreibende Frauen nicht zu schnell kriminalisieren. Die eigentliche Diskussion liegt aber in der Frage, ob man die Möglichkeit der Abtreibung wirklich weiter verlängern soll. Der Leserbrief des Herrn Schumacher, welcher einen 18 Wochen alten Fötus und die Greuligkeit der Entfernung beschreibt, spricht Bände.

Eine Verlängerung würde weiter zur Banalisierung der Abtreibung beitragen und schließlich käme man vielleicht zu chinesischen Verhältnissen, wo abgetrieben wird, weil es doch lieber ein Junge oder ein Mädchen sein sollte. Auch soll man nicht unterschätzen, welches Trauma eine solche Abtreibung bei der werdenden Mutter bewirkt.

Es ist wichtig die Meinung der Parteien zu kennen, welche für unsere Stimmen im Nationalparlament werben. Frau Jadin von der PFF/MR ist für die Ausweitung der Abtreibungsmöglichkeit. Der SP unterstelle ich, dass sie dafür ist und der CSP dagegen (falls dies falsch ist, sollten sie es mitteilen). Und Ecolo? Steht Ecolo Ostbelgien und die bekannten Frauen von Ecolo Ostbelgien hinter der Stellung von Ecolo-Groen, welche den Gesetzesentwurf befürworten?

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