Aufgrund der Trocken- und Hitzeperioden ist die Wasserversorgung in Belgien in den letzten Jahren unter Druck geraten. Auch die Lage in der Küstenstadt Knokke-Heist war in den letzten Jahren mehrfach prekär. „Aus dem Wasserhahn ist schon immer Wasser geflossen. Aber während der Spitzenzeiten im Sommer, wenn wir eine Masse von Touristen empfangen, haben wir auch heikle Tage“, sagt Johan Cabooter von AGSO Knokke-Heist.
Ein Fünftel des Leitungswassers von Knokke stammt aus dem eigenen Grundwasser. Der Rest kommt aus den Ardennen und den Niederlanden. Letztere Versorgungsquelle ist in den letzten Jahren jedoch zu Zeiten fast ausgetrocknet.
Mit dem Bau einer Meerwasserentsalzungsanlage will Knokke-Heist ihre Wasserversorgung stärker in die eigenen Hände nehmen. Das Wasserunternehmen strebt eine Startkapazität von einer Million Kubikmetern pro Jahr an, was etwa 40 Prozent des Gesamtverbrauchs in Knokke-Heist entspricht.
Das Knokke-Projekt ist Teil eines umfassenderen Plans zur Steigerung der Trinkwasserproduktion in Westflandern. In Ostende eröffnete das Wasserwerk Farys in diesem Jahr eine Anlage zur Reinigung von Brackwasser – eine Mischung aus Süß- und Salzwasser – aus Kanälen. Etwas Ähnliches ist in Nieuwpoort geplant. (belga)

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