„Oranges“ Luxemburg: Diplomaten plädieren für Anpassung

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Luxemburgische und europäische Fahnen wehen in der Stadt Luxemburg. | Archivfoto: Ronald Wittek/dpa

Der Code „Orange“ wird durch eine Zunahme der erkannten Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus im Vergleich zu Belgien bestimmt. Er berücksichtigt jedoch nicht die große Anzahl der in Luxemburg durchgeführten Tests. Mit mehr als 400 Tests pro 1.000 Einwohner gehört das Großherzogtum zu den europäischen Ländern, in denen die meisten Fälle festgestellt werden. Belgien seinerseits testet kaum 100 Personen pro 1.000 Einwohner.

Luxemburg sieht sich daher durch die belgische Klassifizierung benachteiligt, obwohl es sich durch die Durchführung von Massentests eng an die Empfehlungen der WHO hält. Die föderale Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD) und Außenminister Philippe Goffin (MR) haben von ihren luxemburgischen Amtskollegen ein entsprechendes Schreiben erhalten. „Das Ziel ist nicht, Luxemburg zu bestrafen“, versichert das belgische Außenministerium im Gegenzug.

In Luxemburg befinden sich nur noch drei Patienten auf der Intensivstation.

In ihrem Schreiben weisen die großherzoglichen Behörden darauf hin, dass die Sterblichkeitsrate in den letzten sechs Wochen unverändert geblieben ist, unter 110 Todesfällen, und dass nur noch drei Patienten auf der Intensivstation liegen. Jede fünfte in Luxemburg getestete Person ist ein Grenzgänger. 40.000 Belgier, darunter viele Ostbelgier, reisen jeden Tag ins Großherzogtum, um dort zu arbeiten. (belga/mv)

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