Mauel: Knapp 1.400 Covid-19-Ausgleichsprämien an ostbelgische Unternehmen ausgezahlt

<p>Regionalparlamentarierin Christine Mauel</p>
Regionalparlamentarierin Christine Mauel | Archivfoto: Photo News

Wie Mauel in einem Kommuniqué mitteilt, haben die Zahlen eine „gewisse Relevanz, denn so wurden von deutschsprachigen Unternehmen 361 Anträge für eine Ausgleichszahlung von 2.500 € und 1.033 Anträge für eine Ausgleichszahlung von 5.000 € gestellt.“ Insgesamt habe die Wallonische Region also deutschsprachige Unternehmen in Höhe von 6.076.500 Euro entschädigt.

Mauel erinnert daran, dass die wallonische Regierung einen Fond in Höhe von 518 Millionen Euro für KMU und Selbstständige freigegeben hatte, deren Tätigkeit durch die Covid-19-Krise und die Entscheidungen des Nationalen Sicherheitsrat gestoppt oder verlangsamt werden mussten.

„Die Prämie von 5.000 € betraf hauptsächlich Einzelhandelsgeschäfte, Transportunternehmen, den HoReCa- und Beherbergungssektor, den Veranstaltungssektor und kulturelle Sektoren, die in der Deutschsprachigen Gemeinschaft tätig sind. Die Prämie von 2.500 € betraf jedes Unternehmen, das keinen Anspruch auf den Bonus von 5.000 Euro hatte, da es aufgrund der Beschlüsse des NSR nicht von einer Zwangsschliessung betroffen war. Einige Bedingungen waren auch an die Ausgleichszahlungen gebunden: die Unternehmen müssen einen Betriebssitz in der wallonischen Region haben und die Betreiber das volle Brückeneinkommen für die Monate März und April 2020 bezogen haben. Zudem musste die Mehrheit der in den Unternehmen tätigen Arbeitnehmer im März und April 2020, das Zeitarbeitslosengeld erhalten haben. Mittlerweile ist es nicht mehr möglich, Anträge für Ausgleichsprämien zu stellen, da die Einsendefrist abgelaufen ist“, so Mauel.

„Die Covid-19-Krise war für deutschsprachige Unternehmen besonders schwierig, egal ob es sich um Selbstständige oder große Unternehmen handelt. Besonders schwierig war die Situation in der deutschsprachigen Gemeinschaft, da durch die vorübergehende Schließung der Grenzen, nach dem kompletten Lockdown, die Zahl der potenziellen Kunden weiter drastisch reduziert blieb, denn einige Sektoren im nahen Ausland hatten die Maßnahmen für zahlreiche Sektoren frühzeitiger gelockert. Für Geschäfte im Grenzgebiet, die mit ausländischer Kundschaft arbeiten, war es daher komplizierter, ihre gewohnte Kundschaft wieder zu empfangen. Ich habe zahlreichen Personen und Steuerberatern helfen dürfen, die Anträge zu stellen und freue mich nun zu sehen, dass die deutschsprachigen Bürger den Weg zu der Prämienauszahlung der wallonischen Region gefunden haben. Die Anzahl der KMU und Freiberufler in der DG ist verhältnismäßig gross und daher sind die Zahlen beeindruckend. Die Zahlen zeigen ebenfalls, dass die Entwicklung deutschsprachiger Unternehmen für die wallonische Regierung von Bedeutung ist“, reagiert Christine Mauel nach Bekanntgabe dieser Zahlen. (red)

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