Eklat wegen Rassismus-Banner in der Premier League

<p>In den Anfangsminuten des Spiels flog ein Flugzeug, das ein Transparent mit der Aufschrift „White lives matter Burnley“ hinter sich her trug, über das Stadion.</p>
In den Anfangsminuten des Spiels flog ein Flugzeug, das ein Transparent mit der Aufschrift „White lives matter Burnley“ hinter sich her trug, über das Stadion. | Foto: Photo News

Ein Transparent mit der Aufschrit „White lives matter Burnley“ war an ein Kleinflugzeug angebracht, das zu Beginn des Spiels über das Etihad Stadium von Manchester City flog. Der Gästeklub entschuldigte sich während des Spiels noch mit einer Stellungnahme: „Wir möchten klarstellen, dass die Verantwortlichen im Turf Moor (Stadion FC Burnley, A.d.R.) nicht willkommen sind. Dies entspricht in keiner Weise dem, wofür der Burnley Football Club steht, und wir werden voll und ganz mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Verantwortlichen zu ermitteln und lebenslange Verbote auszusprechen.“

Auch Burnleys Kapitän Benjamin Mee verurteilte den Eklat: „Ich schäme mich und bin peinlich berührt“, sagte der 30-Jährige im englischen TV-Sender Sky. „Diese Leute müssen im 21. Jahrhundert ankommen und sich bilden. Ich hoffe, es passiert nicht noch einmal. Ich schäme mich, dass das mit meinem Verein in Verbindung gebracht wird. So etwas wollen wir im Spiel nicht sehen.“ Die Spieler beider Vereine hatten vor dem Anpfiff am Mittelkreis niedergekniet, um somit ihre Unterstützung im Kampf gegen Rassismus zu demonstrieren.

Im Spiel selbst ließ der designierte Vizemeister Manchester City dem Gegner keine Chance. Die Mannschaft von Teammanager Pep Guardiola und dem Roten Teufel Kevin De Bruyne (nach einer Stunde eingewechselt) bezwang Burnley mit 5:0 (3:0) und hat acht Spieltage vor dem Saisonende 20 Punkte Rückstand auf Tabellenführer FC Liverpool mit Divock Origi.

Die Reds könnten sich den ersten Titelgewinn seit 30 Jahren bereits im Laufe der Woche sichern: Liverpool muss dazu sein Heimspiel am Mittwoch (21.15 Uhr) gegen Crystal Palace gewinnen und auf einen Ausrutscher von ManCity am Donnerstag (21.15 Uhr) beim FC Chelsea hoffen. Die nächste Chance zur Entscheidung bietet sich Liverpool im direkten Duell mit dem Verfolger am 2. Juli in Manchester. (sid/dpa/tf)

Kommentare

  • Der Herr François, da ist er wieder, diesmal als Vorkämpfer für die Rechte der „Weißen“.
    Mit gespielter Empörung fragt er, ob man sich schämen müsse, weiß zu sein, und ignoriert dabei unbewusst oder vielmehr ganz bewusst die Zusammenhänge.

    Waren es denn nicht die „Weißen“, die Jahrhunderte hindurch nahezu alle anderen Völker massakriert, kolonisiert, ausgebeutet, erniedrigt, versklavt, verschleppt haben, sie in Apartheid und Ghettos gezwungen haben, sie auch nach Abschaffung der Sklaverei nicht als gleichberechtigte Bürger betrachtet haben?

    Bis heute gibt es unterschwelligen und vermehrt offenen Rassismus, dem nicht nur die Schwarzen, sondern alle Farbigen ausgesetzt sind, nicht nur in den USA, nicht nur anderswo in Europa, sondern auch bei uns, bis in manche Forenbeiträge hinein.

    Dass er nun die „Weißen“ gegen „BLM-Ausuferungen“ glaubt verteidigen zu müssen, ist pure Heuchelei.

    Kennt Herr Francois wirklich nicht den Ursprung dieses Slogans aus der rechtsextremistischen Szene in den USA: der „White Supremacy“, „Aryan Renaissance Society“, Ku-Klux-Klan und dergleichen mehr?
    https://www.adl.org/education/references/hate-symbols/white-lives-matter

    So reiht dieser auf den ersten Blick berechtigte Kommentar des Herrn Francois sich nahtlos ein in dessen sattsam bekannte Ideologie „Von Hunden und Menschen“ oder "Weiß + Schwarz = Grau".

  • Man muß sich also schämen, wenn man weiß ist... Alles klar, Molon labe!

  • Es ist also "Rassismus" wenn man sich im Zeitalter der BLM-Ausuferungen für "White lives matter" einsetzt? Und als Mike Pence "All lives matter" bekräftigte wurde angegriffen. Der helle (!!!) Wahnsinn!

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