„Angesichts der überwältigenden wissenschaftlichen Beweise dafür, dass das Bräunen unter einer Sonnenbank sehr schädlich für die Haut ist und einen großen Teil der Hautkrebserkrankungen verursacht“, legen Leen Dierick und Els Van Hoof (beide CD&V) im föderalen Parlament eine Resolution vor, in der die Regierung aufgefordert wird, den kommerziellen Betrieb von Sonnenbänken zu verbieten.
Das würde bedeuten, dass die insgesamt 700 Sonnenstudios in Belgien schließen müssten. „Wir denken an ein Auslöschungsszenario, wenn auch auf kurze Sicht“, hieß es vonseiten der Politiker.
Der ehemalige Verbraucherminister Kris Peeters (CD&V) hatte dem Sektor zuvor strenge Regeln auferlegt, aber Dierick und Van Hoof haben festgestellt, dass die Betreiber sehr regelmäßig dagegen verstoßen. Im vergangenen Jahr entsprachen nur 12 Prozent der Sonnenstudios den Richtlinien.
Die Parlamentarier fordern auch ein Verbot des Verkaufs von Sonnenbänken an Privatpersonen. Dierick sieht sich vom Hohen Gesundheitsrat und der Stiftung gegen den Krebs unterstützt, die beide zuvor schon ein vollständiges Verbot von Bräunungsstudios gefordert hatten. „Bereits ab dem ersten Bräunungsbad auf einer Sonnenbank steigt das Hautkrebsrisiko“, erklärte Dermatologe Thomas Maselis.
Der Branchenverband Febelsol rudert gegen ein Verbot. Er hat in den letzten Monaten versucht, bei den Politikern Wohlwollen zu schaffen, und sich für die Einführung einer Genehmigungspflicht für Sonnenstudios eingesetzt, „um faule Äpfel aus dem Sektor zu entfernen“. (alno)

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