Der jährliche Bierkonsum pro Kopf betrug demnach knapp 64 Liter. Besonders gerne wurde der Zapfhahn im Horeca-Sektor aufgedreht. Dort konnte im letzten Jahr ein Anstieg des Bierkonsums von 1,3 Prozent verzeichnet werden. Ein Wert, der seit zehn Jahren nicht mehr erzielt werden konnte.
Während das flüssige Gold in Cafés, Kneipen und Restaurants reißenden Absatz fand, musste der Einzelhandel ein Minus von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchen.
Alles in allem sei 2019 aber ein gutes Jahr gewesen, meint Nathalie Poissonnier. „Der Bierkonsum ist allgemein betrachtet in Belgien leicht gestiegen“, so die Direktorin von Brasseurs Belges.
Besonders beliebt waren im letzten Jahr blonde Starkbiere. Der Konsum von Lager ging stattdessen leicht zurück. Nichtsdestotrotz wurden 2019 immer noch 4,7 Millionen Hektoliter Lager verköstigt.
Was das aktuelle Jahr betrifft, rechnet der Verband damit, dass die Zahlen infolge der Coronakrise deutlich schlechter ausfallen werden. „Wir wissen jetzt schon, dass 2020 nicht so gut sein wird wie 2019“, sagt Nathalie Poissonnier.
Der Bierkonsum ist zwischen Anfang Januar und Ende Mai um rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. „So einen Rückgang haben wir seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr beobachtet“, erklärt Nathalie Poissonnier.
Gerade dem Hotel- und Gaststättengewerbe, das knapp drei Monate die Pforten dicht halten musste, hat die Corona-Pandemie hart zugesetzt. Dort wurde ein Rückgang um 56 Prozent beobachtet. Im Einzelhandel hielt sich der Schaden mit einem Minus von knapp 6 Prozent dagegen noch in Grenzen. (belga/calü)

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