Während des Lockdowns wurden dringende Krebsbehandlungen zwar nicht ausgesetzt, aber die verschiedenen Screening-Dienste behandelten weit weniger Patienten als üblich. „Im Durchschnitt werden in Belgien jeden Monat 5.600 neue Krebsfälle diagnostiziert (fast 68.000 Fälle pro Jahr). Während des zweimonatigen Lockdowns hätten also theoretisch rund 11.000 Fälle registriert werden müssen. Nach unseren ersten Schätzungen wurde jedoch fast die Hälfte davon nicht durchgeführt“, erklärt Dr. Didier Vander Steichel, wissenschaftlicher Direktor der Stiftung gegen Krebs.
„Die Krebserkrankungen nehmen weiter zu. Wir werden so schnell wie möglich aufholen müssen. Die endgültigen Zahlen werden im Juli verfügbar sein und veröffentlicht werden, aber man kann schon jetzt sagen, dass es eine gewisse Verzögerung bei der Diagnose der Fälle geben wird, wie es im Ausland ebenfalls der Fall ist“, stellt Vander Steichel fest.
Weitere Opfer der Coronakrise für Stiftung sicher
Weil dieser Rückstand aufgeholt werden muss, seien die Personalressourcen eine Frage, bemerkt Vander Steichel: „Das ist ein Problem im Sektor, weil wir nicht in der Lage sein werden, so schnell zusätzliches Personal Weise auszubilden.“
Die Coronakrise werde mit Sicherheit weitere Opfer fordern. Zum Beispiel werden einige Operationsverfahren radikaler sein. Auch Tumore haben sich in dieser Zeit weiter entwickelt, was zu einer Schwächung führen kann. Die Behandlungen werden daher in den kommenden Wochen wahrscheinlich schwerer sein. (...) Darüber hinaus werden andere Patienten leider nicht mehr zu heilen sein, weil sich ihr Krebs in der Zwischenzeit verschlechtert hat“, so Vander Steichel. Die Befürchtung der Stiftung ist, dass Menschen zu spät zur Behandlung kommen und es bereits Metastasen gibt. Vander Steichel: „Das ist eine Gefahr, die besteht.“ (belga)

Kommentare
Es ist sicherlich auch davon auszugehen, dass nicht nur die Krebsforschung, sondern auch dringende andere wissenschaftlich - medizinische Bereiche wie KHK/ Diabetes Typ 2/ M. Alzheimer et al. darunter zu leiden haben/ oder haben werden, da viel Forschungsgeld für "Corona"gebunden ist, und dies EU - weit. Die Milliarden, die hier vonnöten scheinen ( auch für die Pharmaindustrie, -- von anderen wirtschaftlichen Zweigen in diesem Zusammenhang gar nicht zu sprechen )müssen ja irgendwo herkommen : einfach in einer " Spardose" vorgehaltenes Geld wird ja nicht vorhanden sein im Forschungsetat. Also muss irgendwo gespart werden, bzw. es gibt vielleicht einen " Verteilungskampf" ? Aber ob wir " Normalbürger/innen" jemals etwas davon erfahren ?
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