Die Statue im Stadtpark wurde am vergangenen Wochenende bereits beschmiert, und dieses Mal von ihrem Sockel entfernt. Um weitere Zerstörungen zu verhindern, wurde die Büste am Sonntagmorgen vom städtischen Dienst der flämisch-brabantischen Stadt abgeholt.
Die Stadtverantwortlichen bedauern den Schaden. „Es ist noch nicht klar, wer die Täter sind, und es ist auch nicht klar, ob der Vandalismus in Zusammenhang mit aktuellen Debatten steht. Es könnte auch eine einfache Vandalismusaktion gewesen sein. Auf jeden Fall kann der Vandalismus in unserer Stadt niemals die Grundlage für einen guten Dialog bilden.“
Es ist vorerst nicht geplant, die Statue zu entfernen. „Es hilft niemandem, wenn man die Vergangenheit vertuscht. Wir denken, es wäre besser, die Statue mit einer umfassenden und zugänglichen Erläuterung zu versehen“, heißt es auf der Webseite der Stadt: „So haben wir es schon in der Vergangenheit für die Büste Leopolds II. und für das Straßenschild in der Baron Jacquesstraat getan, eine weitere umstrittene Figur aus der kolonialen Vergangenheit unseres Landes.“
Die Pläne für die Neugestaltung des städtischen Albert-Parks enthalten bereits die Idee eines neuen Schildes, versehen mit einem QR-Code. Das digitale Scannen dieses Codes führt zu einer umfangreichen und illustrierten Geschichte von König Leopold II. und seiner privaten Kolonie. Dieser wurde von der Arbeitsgruppe „Dekoloniseer Halle“ redaktionell vorbereitet. (belga/mv)

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