Die Zahl der Studenten mit Zusatzverdienst hat ihren Höhepunkt erreicht. Insgesamt 84 Prozent der Studierenden arbeiten, um sich etwas dazu zu verdienen. Im vergangenen Jahr waren es nur 80 Prozent. Zählt man Gelegenheitsjobs und ehrenamtliche Arbeit hinzu, steigt die Zahl sogar auf 89 Prozent. In Flandern arbeiten 87 Prozent der Studenten, in Brüssel 83 Prozent und in der Wallonie 78 Prozent.
Der Anteil der Studenten, die während des Schuljahres arbeiten, steigt auf 70 Prozent, in den Sommerferien sogar auf 76 Prozent. Das ist in beiden Fällen ein Rekord. Fast zwei Drittel (62 Prozent) arbeiten sowohl während des Schuljahres als auch in den Sommerferien. Auffallend ist, dass mehr als ein Drittel (36 Prozent) angibt, dass die Arbeit während des Schuljahres den eigenen Studienleistungen schadet.
Das Gastgewerbe spricht mit 22 Prozent die meisten Werkstudenten an. Im Einzelhandel sind 19 Prozent tätig und im öffentlichen und sozialen Dienst 11 Prozent. Die meisten Studierenden arbeiten als Kassierer (12 Prozent), Verwaltungsassistent (11 Prozent) und Lagerist (10 Prozent). Es wird erwartet, dass die am häufigsten ausgeführten Studentenjobs in Zukunft deutlich zurückgehen werden.
Nach eigenen Schätzungen verdienen die Studierenden rund 2.600 Euro pro Jahr. Das sind 200 Euro mehr als im vergangenen Jahr. Die männlichen Studierenden verdienen rund 2.900 Euro – 400 Euro mehr als ihre weiblichen Kollegen.
„Die Rekorde in puncto Studentenjobs werden in diesem Jahr nicht mehr gebrochen, im Gegenteil“, sagt Jan Denys, Arbeitsmarktexperte bei Randstad: „Aufgrund der Corona-Krise fielen die Studentenjobs in den Osterferien um nicht weniger als zwei Drittel zurück. Da die Osterfeiertage in den strengsten Teil des Lockdowns fielen, erwarte ich jedoch, dass die Zahlen für den Rest des Jahres etwas positiver ausfallen werden. Vorläufig schätzen wir den Rückgang für diesen Sommer auf 20 bis 30 Prozent.“
Bemerkenswerterweise nimmt Schwarzarbeit trotz der Lockerung des Studentengesetzes weiter zu. 2019 waren 19 Prozent der Studierenden ohne Arbeitsvertrag erwerbstätig. In diesem Jahr ist dieser Anteil auf 21 Prozent gestiegen. (belga)

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