Diese beinhalte eine Waffenruhe, die am kommenden Montag beginnen solle, sagte Al-Sisi am Samstag in Kairo nach Gesprächen mit dem einflussreichen libyschen General Chalifa Haftar und dem Präsidenten des im Osten des Landes ansässigen Parlaments, Aquila Saleh. Al-Sisi zufolge stimmten die miteinander verbündeten Haftar und Saleh dem ägyptischen Vorstoß zu.
Haftars Truppen kämpfen in dem nordafrikanischen Land gegen die Anhänger der international anerkannten Regierung von Fajis al-Sarradsch. Haftar hatte im vergangenen Jahr eine Offensive auf die Hauptstadt Tripolis befohlen, verlor zuletzt aber strategisch wichtige Gebiete. Am Donnerstag hatte Al-Sarradsch erklärt, dass die gesamte Hauptstadt Tripolis wieder unter Kontrolle der Regierung sei.
Haftar wird in dem Konflikt von Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Russland unterstützt. Beobachter führen die jüngsten militärischen Erfolge der Regierung wiederum auf militärische Hilfe der Türkei für deren Truppen zurück.
Nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 glitt Libyen ins Chaos ab. Unzählige Milizen kämpfen dort um Macht und Einfluss. Alle politischen und diplomatischen Initiativen für ein dauerhaftes Ende der Kämpfe blieben bislang erfolglos. (dpa)

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