Dieses Geld betraf 1.065 Fälle, die von der Zelle an die Staatsanwaltschaften des Landes weitergeleitet wurden.
Während die Anti-Geldwäsche-Zelle den Marktwert des Kokains, das Belgien durchquert, auf 30 Milliarden Euro schätzt, konnten die Ermittler im vergangenen Jahr der Justiz nur 11,51 Millionen Euro melden, die möglicherweise aus dem Drogenhandel stammen.
We die Zelle auch herausfand, ist der Sozialbetrug hierzulande auf dem Vormarsch. Immer mehr Brasilianer und Portugiesen nutzen belgische Scheinfirmen, um Menschen dazu zu bringen, illegal im Bau- oder Reinigungssektor zu arbeiten. Es gibt auch türkisch-bulgarische Netzwerke, die in der Landwirtschaft oder in der Fleischverarbeitung und im Transportwesen tätig sind und ihr Einkommen an Postadressen in Bulgarien überweisen.
Übrigens: Die oben genannten 11,51 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Drogenhandel sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein im Vergleich zu den anderen Fällen: 311 Millionen Euro für verschärften Steuerbetrug, 299 Millionen Euro für Waffenhandel und 228 Millionen Euro für Sozialbetrug. Die Milliarden Euro aus dem Drogenhandel werden somit über Kanäle gewaschen, die dem Geldwäsche-Erkennungssystem entgehen. (belga)

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