Sicherheit der Narhungsmittel

Corona sagt: Ändert euren Lebensstil. Und fangt mit dem Essen an. Denn was wünschen, was brauchen wir als VerbraucherInnen:

– Frische Lebensmittel, die unter fairen Bedingungen (für die Landwirte, aber auch für die Saisonarbeiter) möglichst regional produziert werden.

– Blühende Landschaften, intakte Böden, Bienen und Insekten und Singvögel in aller Pracht, ausreichend Niederschläge, aber auch viel Sonne.

– Und schließlich ein gut sortiertes Angebot im Geschäft, das schnell Auskunft gibt über die Herkunft und die Zusammenstellung der Lebensmittel. Und das alles am besten zum Discounterpreis.

So geht das aber nicht: Wer all die obengenannten Garantien in der Lebensmittelversorgung für sich in Anspruch nehmen will, der muss ganz einfach mehr ausgeben für sein Essen. Und zwar realistisch geschätzt bis zu einem Drittel seines Einkommens. Das setzt voraus, dass wir einen ganz anderen Konsumstil entwickeln: weniger in Luxusartikel investieren, dafür mehr ins Lebensnotwendige. Dann müssen Landwirte nicht mehr auf Menge setzen, sondern können Qualität an erster Stelle setzen. Dann müssen sie nicht mehr Monokulturen fördern, sondern können vielfältig anbauen und produzieren. Die Frage ist: Wenn VerbraucherInnen bereit sind, faire Preise zu zahlen, sind dann Bauern auch bereit, ihre Landwirtschaft umzustellen? Denn das setzt eine Mentalitätsänderung auch in der Auffassung vom Bauernberuf voraus. Und das bedeutet Mehrarbeit – was auch Arbeitsplätze schaffen würde.

Eine Anregung zum Nachdenken von der Vegder Denkfabrik.

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