Vor dem Virus und dem Gesetz sind wir nicht gleich

Sehr beweiskräftig, was sich bei den Einkehrenden aus Marokko am Flughafen Zaventem zugetragen hat. Sie wurden mit großem Auflauf empfangen; Abstand halten nicht, Masken tragen auch nicht, keinen Körperkontakt usw. Das alles wurde total ignoriert. Weit und breit kein Polizist zu sehen, nicht wie bei uns, wo der kleinste Fehltritt mit 250 Euro bestraft wird, und sie den Menschen auflauern, um Knöllchen zu verteilen, wie letztens auf’m Ravel. Dann das Wiedersehen: Umarmungen, Küssen, drücken, näher geht es nicht und das alles vor laufender Kamera, auch keine 14-tägige Quarantäne.

Im Fernsehen RTL-TVi wurde es bei den Nachrichten groß gehuldigt und breitgetreten. Im selben Sender zeigte man, wie eine junge Frau angemacht wurde, weil sie sich ganz alleine im Park sonnte. Auch der, der sich ganz alleine auf einer Bank ausruhte, wurde angemacht. Dabei erleben wir einen gewaltigen sozialen Abschlag: Großeltern müssen gemieden werden, man darf seine Liebsten sowie die Kranken oder die Sterbenden nur beschränkt besuchen. Diese Willkür wird uns auferlegt, natürlich mit hohen Strafen geahndet. Doch für andere gilt das Gesetz nicht, wie jetzt in Zaventem, St.Gilles, vorher in Anderlecht und viele Stellen mehr. Man kann davon ausgehen, dass fast alle Medien vieles unter den Teppich kehren, was so in den Vierteln von Brüssel passiert. Wie man sieht, vor dem Virus und dem Gesetz sind wir nicht alle gleich.

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