Um Besuche am Muttertag zu ermöglichen, sind die wegen der Corona-Pandemie verhängten strengen Regeln an den Grenzen für einen Tag etwas gelockert worden. Deutschlands Innenminister Horst Seehofer (CSU) stimmt einer entsprechenden Entscheidung der Bundespolizei zu. Der Besuch der eigenen, in Deutschland lebenden Mutter, werde an diesem Sonntag als „triftiger Einreisegrund anerkannt“, teilte die Bundespolizei mit. Allerdings müssten die bei der Einreisekontrolle dazu gemachten Angaben „glaubhaft und überprüfbar“ sein. Die an der Grenze eingesetzten Beamten seien informiert und „werden als Geschenk für die entsprechenden Mütter Mund-Nasen-Schutzmasken vor Ort ausgeben“, erklärte ein Sprecher.
Seit Wochen darf nur nach Deutschland einreisen, wer einen wichtigen Grund vorweisen kann. Das sind beispielsweise Lastwagenfahrer, Angehörige medizinischer Berufe oder Berufspendler aus der Grenzregion.
Die Bundespolizei teilte auf Nachfrage der Deutschen Presseagentur mit, Voraussetzung für die Ausnahmegenehmigung zum Muttertag sei, dass die Rückreise noch am selben Tag erfolge. Ebenfalls gestattet sei an diesem Sonntag der Besuch einer im Ausland lebenden Mutter ohne deutsche Staatsangehörigkeit, die am Muttertag ihre in Deutschland lebenden Kinder besuchen wolle. Demzufolge ist es laut der deutschen Ausnahmeregelung auch belgischen Familien möglich, am Muttertag die Grenze zu passieren, um die in Deutschland lebenden Mütter beziehungsweise Kinder zu besuchen. Ob die belgischen Grenzbeamten dies als hinlänglichen Grund betrachten, dazu gab es keine genaueren Angaben der belgischen Behörden. (dpa/belga)

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