Wie der „kicker“ in seiner Mittwochsausgabe berichtet, überstand der Europameister von 1992 (Andersen verletzte sich im Halbfinale gegen die Niederlande schwer am Knie) eine Coronavirus-Infektion, kämpft aber weiterhin, auch geschäftlich, mit den Auswirkungen der Pandemie. Andersen, von 1982 bis 1990 beim RSC Anderlecht unter Vertrag, erklärte gegenüber dem deutschen Fachmagazin: „Ich war selber ab Ende März fast drei Wochen lang krank. Ich hatte schon mal eine Influenza, bei der ich mich viel schlechter gefühlt habe, aber die war viel schneller vorbei. Ich hatte meinen Geruchs- und Geschmackssinn komplett verloren. Ich habe mir mein stärkstes Parfüm fast in die Nase gesprüht und habe 0,0 gerochen, meine Lieblingsschokolade war ungenießbar. Am Ende war mit fünf Tage lang übel. Ich habe fünf Kilo abgenommen“, so der ehemalige Kölner (1990-1998), der als Scout für Rekordmeister RSC Anderlecht arbeitet.

Sein Vertrag mit den „Veilchen“ laufe zum 30. Juni aus, so Andersen weiter. Deshalb sei noch nicht klar, wie es für den ehemaligen Profi weitergeht. „Jeder Verein hat unheimliche finanzielle Einbußen. Anderlecht auch. Zumal sie wohl zum zweiten Mal nacheinander nicht europäisch dabei sein werden und 45 Spieler im Kader haben“, so Andersen und fügt an: „Und wann kann ein Scout wieder in ein Stadion gehen?“. Grundsätzlich sei er aber bereit, so Andersen, für eine weitere Zusammenarbeit, „auf einen Teil meiner Vergütung zu verzichten“.
Mit einer gewerblichen Immobilie in Aachen habe er sich ein zweites Standbein geschaffen, verrät der frühere Defensivspieler weiter. „Der größte Mieter ist eine Fitnessstudio-Kette. Das fällt jetzt auch weg. Aber ich mache mir keine großen Sorgen.“ (mn)

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