Laut Schöpges müsse sich die EU für die freiwillige Reduzierung der Produktion auf europäischer Ebene einsetzen.
Der Beihilfemechanismus für die private Lagerhaltung wurde bereits 2015, auf dem Höhepunkt einer weiteren Krise im Milchsektor, eingesetzt und führte zur Anhäufung von Milchpulverbeständen, die Anfang 2018 einen Höchststand von 380.000 Tonnen erreichten, aber inzwischen beseitigt worden sind. Die Idee ist, Milch für eine Weile zu lagern, während man wartet, dass sich die Preise erholen.
„In der Vergangenheit war die Möglichkeit der Lagerung nicht in der Lage, Krisen einzudämmen, ebenso wenig wie der aktuelle zweite Kommissionsvorschlag, der es den Erzeuger- und Branchenverbänden ermöglicht, die Produktion zu planen“, erklärte Erwin Schöpges. Schlimmer noch, die Lagerung verlängere die Krise sogar, so der Ameler Landwirt, denn gelagerte Produkte behindern die Erholung der Preise, wenn sie später wieder auf den Markt gebracht werden. „Warum die gleichen Fehler im Krisenmanagement wiederholen?“, fragt sich der EMB.
Für die Organisation, die Zehntausende von kleinen Milchbauern in ganz Europa vertritt, muss die derzeitige Ankündigung der privaten Lagerhaltung „von einem freiwilligen Programm zur Produktionsverringerung (mit Volumenobergrenzen) begleitet werden“. Darüber hinaus sollten die gelagerten Mengen laut EMB 45.000 Tonnen für Milchpulver und 60.000 Tonnen für Butter nicht überschreiten. (belga)

Kommentare
... da wird wohl Milch mit Öl verwechselt...
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