Justizminister Koen Geens (CD&V) hat nach Aufforderung des zentralen Gefängnisaufsichtsrates, einer unabhängigen Institution zur Kontrolle der Gefängnisse, bereits eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um den Druck auf die belgischen Haftanstalten zu verringern. Dazu zählen auch vorzeitige Entlassungen. Der Überwachungsausschuss hält dies wegen der gesundheitlichen Risiken des Coronavirus für notwendig.
Durch die vorzeitigen Entlassungen unter bestimmten Bedingungen soll die Gefängnispopulation auf ein Maximum der Aufnahmekapazität jeder Einrichtung reduziert werden. Von der Maßnahme profitieren Gefangene, die sechs Monate vor dem Ende ihrer Strafe stehen. Terroristen und Sexualstraftäter sind davon ausgeschlossen.
Anfang letzter Woche sind im Rahmen dieser Maßnahme bereits mehrere Insassen der Haftanstalt in Hasselt vorzeitig entlassen worden. In dieser Woche sollen weitere hinzukommen. Es geht um etwa 20 Gefangene. (belga)

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