Rallye-Landesmeister Adrian Fernémont wirft das Handtuch

<p>Adrian Fernémont kann seinen Titel in der BRC nicht verteidigen.</p>
Adrian Fernémont kann seinen Titel in der BRC nicht verteidigen. | Foto: Herbert Simon

Beim Hauptsponsor des Titelverteidigers, der somit frühzeitig nach nur einem absolvierten Lauf der Landesmeisterschaft BRC (Rally van Haspengouw) das Handtuch werfen muss, handelt es sich um eine Autohaus-Gruppe in der Gegend von Namur. Geschäftsführer Christophe Mazuin erläutert den Rückzug mit finanziellen Einbrüchen als Folge der aktuellen Coronavirus-Krise: „Unsere vier Niederlassungen sind momentan geschlossen. Auch wenn die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise noch nicht absehbar sind, so wird die Rückkehr zur Normalität monatelang dauern.“ Bis auf eine oder zwei Rallyes, die aus Marketing-Gründen für das Unternehmen wichtig sein könnten, wird San Mazuin Racing deshalb sein Rallye-Engagement vorerst drastisch einschränken. Christophe Mazuin geht noch einen Schritt weiter, wohl wissend, dass auch andere Geldgeber in der Meisterschaft den Hahn zudrehen könnten: „Ich hoffe, der Landesverband RACB bricht die BRC 2020 ganz ab, um dann 2021 umso stärker einen Neustart zu wagen.“

Diese Aussage hat logischerweise zur Verunsicherung in der nationalen Rallyeszene geführt. Der RACB sah sich umgehend zu einer Klarstellung veranlasst. „Von einer Absage der BRC kann keine Rede sein, auch wenn zwischenzeitlich vier Läufe gestrichen oder verschoben werden mussten. Sobald der Nationale Sicherheitsrat grünes Licht gibt, kann das Championat weitergeführt werden“, unterstreicht Sportdirektor Xavier Schène: „Es ist unsere Aufgabe, die Veranstalter zu unterstützen. Wir tun dies aus Respekt für die Fahrer und Teams, die viel Geld und Zeit in die Saison investieren.“ Der optimistische Ausblick auf die Meisterschaft, die eventuell am 26./27. Juni in Ypern fortgesetzt wird, gilt auch für die Ostbelgien-Rallye: Sie ist am 26. September terminiert. (hs)

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