Lob für die Entscheidung Deutschlands, auf Grenzkontrollen zu verzichten

<p>Kontrollen der deutschen Behörden an der Grenze zu Belgien bleiben aus.</p>
Kontrollen der deutschen Behörden an der Grenze zu Belgien bleiben aus. | Foto: Photo News

Armin Laschet begrüßte die Entscheidung. In der Euregio Maas-Rhein lebten die Menschen über Grenzen hinweg. Er verwies auf ein nahes Krankenhaus, in dem Patienten aus den Niederlanden und Deutschland behandelt würden. „Gesundheitsschutz gelingt nur grenzüberschreitend“, sagte Laschet. Auch DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) lobte den Beschluss „außerordentlich“, wie er in einer Mitteilung erklärte. „Auch und gerade in Krisenzeiten gilt es, die europäischen Werte zu verteidigen und ein Maximum von Europa zu bewahren“, so der Eupener Regierungschef. Seit dem Wochenende hätten die Telefondrähte zwischen der DG-Regierung und den nordrhein-westfälischen und rheinland-pfälzischen Nachbarn besonders heiß geglüht in dem gemeinsamen Bemühen, jene Ausnahmeregelungen, die Belgien derzeit seinen Bürgern für noch erlaubte Fahrten ins Ausland gewährt, auch in den angrenzenden deutschen Bundesländern zur Anwendung zu bringen. „Wenn es uns gelingt, diese Regelungen dies- und jenseits der Grenze zu synchronisieren, dann bliebe das, was für Belgien gilt, auch weiterhin in Deutschland möglich“, so Paasch. Da Luxemburg derzeit diesbezüglich keine Einschränkungen plant, bleibt in Richtung Großherzogtum aktuell alles beim Alten. Für „ihr europapolitisches und menschliches Engagement“ bedankte sich Oliver Paasch bei der Föderalregierung und Regierungsvertretern aus NRW, Rheinland-Pfalz und Luxemburg. „Sie alle teilen unser Anliegen, auch in dieser Krise ein Maximum von Europa zu bewahren“, so Oliver Paasch in der Mitteilung. (sc)

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