Ich finde den Aprilscherz von Grenz-Echo-Redakteur Christian Schmitz über den Besuch der Greta Thunberg im November in Ostbelgien fehl am Platze. Zwar ist der neue Begriff AkKmgG (kleinste Kleingliedstaaten mit großer Gesetzgebungshoheit) lustig und passt zu einem 1. April. Aber leider wird dieser Artikel weiter die Polemik über dieses besondere Mädchen anheizen.
Ich bin kein Leugner der Erderwärmung und habe mich bisher gehütet, etwas über Greta zu schreiben, auch wenn ich alles andere als immer mit ihren Aktionen einverstanden bin. Greta hat sicherlich Verdienste, wenn es um die Bewusstmachung des Problems ging. Aber ihre regelmäßigen Wutausbrüche werden das Problem nicht lösen. Sie ist sicherlich die beste PR-Aktion der grünen Welle – und dazu vollständig gratis, wenn man sieht, wie die Presse alles berichtet. So auch die ausführliche Berichtgebung über ihre Reise nach New York auf der Yacht von Milliardären aus Monaco, während man verschwieg, dass eine Reihe Begleitpersonen einfach mit dem Flugzeug nachreisten.
Wie gesagt, dieses Mädchen hat Verdienste. Aber was sie sich Anfang März geleistet hat, wurde ungenügend gerügt: Damals zeichneten sich schon langsam die Ausmaße der Coronakrise ab, und erste Veranstaltungen wurden annulliert. Trotzdem hat sie am 7. März mit ihrer „Fridays for Future“-Bewegung noch stumpfsinnig eine Großdemonstration mit 3.500 Teilnehmern aus ganz Europa in Brüssel organisiert. Auf den Fotos war zu sehen, wie die vor allem jungen Leute nah zusammen hockten.
Dies hat unzweifelhaft zur Ausbreitung der Seuche geführt und zu vielen weiteren Todesfällen geführt. Also, lieber Herr Schmitz, suchen Sie Sich nächstes Jahr bitte ein besseres Thema für Ihren Aprilscherz.
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