Rhönrad-WM um ein Jahr verschoben

<p>Paula Comoth im Spagat bei ihrer Spiralekür</p>
Paula Comoth im Spagat bei ihrer Spiralekür | Foto: Bart Treuren

Direkt betroffen von dieser Verschiebung sind die beiden Eupener Rhönradturnerinnen Lara Patzer und Paula Comouth. Beide hatten sich im Herbst vergangenen Jahres in Dänemark bei den International Danish Open für die Weltmeisterschaften qualifiziert.

Der Internationale Rhönradturnverband hatte Mitte März noch angekündigt, die Situation bis Ende April beobachten zu wollen und dann erst eine Entscheidung zu treffen. Dass das Urteil nun doch so schnell gefallen ist, finden die Sportler und ihr Trainer Achim Pitz gut und richtig. Seit Jahren bereiten sich die beiden Turnerinnen mit mindestens fünf Trainingseinheiten pro Woche auf ihren WM-Traum vor. Daher war die Verschiebung zuerst eine große Enttäuschung. Mittlerweile sehen sie die Sache aber positiv: „Die Verschiebung gibt den Turnerinnen die Möglichkeit, sich vernünftig auf die Weltmeisterschaften vorbereiten zu können. Und das ist wichtig“ so ihr Trainer Achim Pitz.

Momentan ist an eine vernünftige Vorbereitung nicht zu denken. Die Rhönradturnerinnen halten sich zu Hause mit Kraft-, Konditions- und Dehnübungen fit. Dazu erhalten sie von ihrem Coach jeden Tag ein abwechslungsreiches Trainingsprogramm, in Form von Videos oder einer kleinen To-do-Liste mit Übungen. „Wir tun alles, was wir machen können, um diese Zwangspause bestmöglich zu überstehen“ erklärt Pitz. Aber er weiß auch, dass die Home-Trainings bei weitem nicht ausreichend sind. Insbesondere das Radgefühl geht bei längeren Pausen ohne Training im Rhönrad schnell verloren. Eine mehrwöchige Pause wird die Rhönradturner daher um einige Monate zurückwerfen.

<p>Lara Patzer im Freiflug bei ihrer Spiralekür</p>
Lara Patzer im Freiflug bei ihrer Spiralekür | Foto: Bart Treuren

Komplikationen bei der Annullierung der Flüge

Nicht nur die fehlenden Trainingsmöglichkeiten bereiten den Eupener Rhönradturnern aktuell Sorgen: Während die Hotels in New York problemlos storniert werden konnten, ist das bei den Flügen nicht so. Eine Annullierung oder eine Umbuchung auf nächstes Jahr schließt die Fluggesellschaft zurzeit aus. Ob die Rhönradturner auf den Kosten sitzen bleiben, wissen sie noch nicht.

Nicht aufgegeben haben die Rhönradturnerinnen ihre sportlichen Ambitionen für diese Weltmeisterschaften: Lara Patzer hat in den beiden vergangenen Saisons mit mehreren Siegen und Podiumsplatzierungen bei bedeutenden internationalen Wettkämpfen gezeigt, dass sie aktuell zu den besten Rhönradturnerinnen in Europa zählt. Das wollte die 17-Jährige auch bei der WM verdeutlichen. Dass die WM nun um ein Jahr verschoben ist, ändert nichts an ihren ehrgeizigen Zielen für ihre bereits dritte WM als Juniorin. Ebenfalls unverändert bleiben die Ziele für Paula Comouth, für die die geschaffte Qualifikation bereits ein großer Erfolg ist. Für 16-Jährige sind es die ersten Weltmeisterschaften. Sie will bei der WM ihre persönlichen Bestleistungen steigern und strebt eine Platzierung im Mittelfeld an. (red)

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