Ich schätze mich glücklich, von vielen Helden aus unterschiedlichen Berufen umsorgt zu werden. Das oft belächelte kleine Belgien macht einen tollen Job. Jeder an seinem Platz, unermüdlich und umsichtig. Zwei Berufsgruppen haben mich zusätzlich tief beeindruckt. Unsere Politiker: klar und besonnen, zeitnah und kommunikativ. Sie agieren so, dass ich als einfacher Bürger im Vertrauen bleibe angesichts dieser Leader-Qualitäten. Von Sophie Wilmès an der Spitze bis zu den lokalen Amtsträgern, herzlichsten Dank hierfür!
Unsere Journalisten: Mein abendliches Ritual, TV-Nachrichten schauen, belgisch um 19.30, deutsch um 21.45 Uhr. Mir fallen frappierende Unterschiede in der Berichterstattung auf, die in Corona-Zeiten mit eingeschränkter Bewegungsfreiheit ausschlaggebend sind – nur ein Beispiel von Freitagabend. Die belgische Moderatorin: zugewandt, bejahend, freundlich im Ausdruck, investigativ – ihren Fokus auf positive Akzente richtend, ohne die negativen Folgen der Krise zu ignorieren, führt sie die Zuschauer weg von der Angst hin zu motivierendem Vertrauen. Die deutsche Moderatorin: von der Mimik zur Wortwahl bis zum Betroffenheitsaugenaufschlag – Drama. So wird über Bewegungseinschränkungen in Bayern und Baden-Württemberg berichtet. Das Einschränkende, das Anzweifelnde im Vordergrund. Ihr Kommentar gipfelt in der Feststellung „enorme Einschränkungen der Demokratie“. Ja, hallo? Hier werden die Prioritäten verkannt – Menschenleben retten! Chapeau Belgien! Gut, gerade jetzt hier zu sein – Solidarität, Disziplin und Anpassungsfähigkeit sind belgische Qualitäten und helfen uns, in dieser Krise zu neuen Stärken zu finden.
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