Coronakrise bleibt nicht ohne Auswirkungen auf Zeitungsverlage

<p>Coronakrise bleibt nicht ohne Auswirkungen auf Zeitungsverlage</p>

Dazu gehören Rossel, IPM (La Libre, la DH, Paris-Match Belgique) und Mediafin. Das GrenzEcho wird ab Montag kommender Woche mit reduzierter Mannschaft funktionieren. Aufgrund der wegbrechenden Werbeeinnahmen durch die weitgehende Lahmlegung des wirtschaftlichen Lebens in unserem Land sieht sich das GrenzEcho gezwungen, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um den Fortbestand der Zeitung nicht zu gefährden. In der Tat können die zum Verlag gehörenden Werbezeitungen „Wochenspiegel“ und „KurierJournal“ nicht mehr erscheinen. Sie trugen aber wesentlich zu den Einnahmen des Verlages bei. Auch weiß niemand, wie lange die Krise dauern wird.

Die Direktion des Hauses hat somit, in enger Zusammenarbeit mit der Chefredaktion, beschlossen, ab Montag mit reduzierter Mannschaft zu funktionieren. Der neue Modus entspricht mehr oder weniger dem Funktionieren während der Sommerferien, wenn viele Journalisten Urlaub nehmen. Weil auch die Nachrichtendienste weniger Informationen anbieten und Sport- sowie Kulturveranstaltungen reihenweise abgesagt werden und auch das gesellschaftliche Leben weitgehend zum Erliegen kommt, brechen ebenfalls die Themen weg. Das GrenzEcho wird trotzdem, dank des unermüdlichen Einsatzes seiner Journalistinnen und Journalisten sowie aller übrigen Mitarbeiter in den anderen Abteilungen des Verlages, weiterhin seinen Lesern eine vollwertige Tageszeitung sowie eine Onlinezeitung anbieten, die neben den wichtigen Informationen über die Pandemie und sonstige Information mit Reportagen und Unterhaltung enthalten. Die gedruckte Ausgabe wird selbst im Notfall mindestens 16 Seiten umfassen.

Nach Angaben der französischsprachigen Journalistengewerkschaft AJP hat der Verleger IPM am Freitag ebenfalls Sparmaßnahmen angekündigt. Das gesamte Unternehmen ist betroffen. Journalisten werden in den kommenden Monaten zu vier Fünfteln arbeiten, mit einigen wenigen Mitarbeitern, die vollständig in die Kurzarbeit wechseln.

Mediafin, Herausgeber von De Tijd und L'Echo, hat einige seiner Mitarbeiter gebeten, in das System der Teilzeitarbeitslosigkeit einzutreten, wie Direktor Frederik Delaplace mitteilte. "Das sind hauptsächlich Angestellte der kommerziellen Dienste", erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur belga. Die Auswirkungen auf die Redaktion seien minimal. "Mediafin hat sich verpflichtet, den beteiligten Mitarbeitern 80 Prozent des Bruttogehalts zu garantieren".

Am Freitag wurde bekannt, dass der Rossel-Verlag, zu dem auch das GrenzEcho gehört, nach Angaben der AJP, seine Journalisten aufgefordert hat, 7,5 Prozent ihres Gehalts an Mitarbeiter in Zeitarbeit abzutreten. (os/belga)

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