Belgiens Zugbegleiter sollen keine Fahrkarten mehr kontrollieren

<p>Belgiens Zugbegleiter sollen keine Fahrkarten mehr kontrollieren</p>
Foto: belga

Wie die sozialistische Gewerkschaft im Öffentlichen Dienst (CGSP) gegenüber der Tageszeitung „La Meuse“ zu verstehen gibt, zeigen sich die Schaffner sehr besorgt über die Verbreitung des neuartigen Coronavirus, das auch als Covid-19 bekannt ist.

Damit bestmöglich vermieden wird, dass sich die Arbeitnehmer, die direkten Kontakt zu Kunden haben, mit der mysteriösen Lungenkrankheit infizieren, sind sie von der CGSP angehalten, das Kontrollieren von Tickets auf ein Minimum zu reduzieren. Laut CGSP-Vizepräsident Philippe Dubois sollen sich die Zugbegleiter stattdessen ab sofort nur noch auf ihre Sicherheitsaufgaben, also unter anderem das Öffnen und Schließen von Türen, sowie auf ihre Informationspflicht, sprich das Ansagen der nächsten Haltestelle und Anschlusszügen, fokussieren.

„Die Arbeitnehmer hätten es vorgezogen, dass in Sachen Coronavirus strengere Maßnahmen ergriffen werden und dass man ihnen unmissverständlich mitteile, dass sie die Kontrolle der Fahrscheine einstellen sollen“, äußerte sich Philippe Dubois gegenüber „La Meuse“.

Die Gewerkschaft fordert derweil von der SNCB „dringend eine Risikoanalyse für alle Mitarbeiter, die im engen Kontakt mit Kunden stehen, durchzuführen“. (calü)

Kommentare

  • Die vorliegenden Erkenntnisse über Covid-19 sind sicher noch nicht vollständig.
    Ich bitte jedoch um Erläuterung, was an dieser Lungenkrankheit mysteriös sein soll.
    Danke!

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