Erster Corona-Toter in Belgien - Schiff darf nicht anlegen - Keine Konzerte im Sportpaleis

<p>Covid-19 hält Belgien in Atem.</p>
Covid-19 hält Belgien in Atem. | Foto: belga

Zum ersten Mal ist in Belgien ein am Coronavirus erkrankter Patient gestorben. Das erklärten die föderale Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD) und ihr Brüsseler Kollege Alain Maron (Ecolo) am Mittwochmorgen. Es handelt sich um einen 90-jährigen Patienten, der im Iris-Sud-Krankenhaus in Brüssel verstarb.

„Trotz der Qualität der Betreuung durch die medizinischen Teams ist ein 90-jähriger Patient gestorben“, erklärte Ministerin De Block: „Im Namen der Föderalregierung spreche ich seinen Angehörigen mein aufrichtiges Beileid aus und wünsche ihnen in diesem schwierigen Moment viel Mut. Ich danke auch dem gesamten medizinischen Personal für seine Professionalität und Verfügbarkeit.“

Die Gedanken seien heute bei der Familie, aber auch beim medizinischen Personal, das „seit der Ankunft des Coronavirus ununterbrochen, mit Professionalität und kühlem Kopf arbeitet“, fügte Alain Maron hinzu. Beide Minister forderten die Medien auf, die Trauerzeit der Familie des verstorbenen Patienten zu respektieren.

Insgesamt wurden am Dienstag 47 neue Menschen in Belgien positiv für das Coronavirus (Covid-19) getestet, wie Professor Emmanuel André vom Referenzlabor der KULeuven am Mittwoch bekannt gab. Damit steigt die Zahl der bestätigten Infektionen auf 314. Von den 47 neuen Fällen kommen 29 aus Flandern, 11 aus der Wallonie und 7 aus der Region Brüssel-Hauptstadt.

Außerdem wurde am Mittwochmorgen bekannt, dass ein Kreuzfahrtschiff derzeit nicht in Zeebrügge anlegen darf, weil zwei Passagiere möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert sind. Das erklärte der westflämische Provinzgouverneur Carl Decaluwé (CD&V). Zwei Passagiere wären mit einem infizierten Deutschen in Kontakt gekommen, hieß es weiter: „Der Arzt an Bord muss nun beurteilen, ob es sicher ist, die Passagiere an Land gehen zu lassen“, so der Gouverneur. Bis dahin darf das Schiff nicht im Hafen von Zeebrügge anlegen.

Darüber hinaus macht am Mittwochmorgen die Nachricht die Runde, dass in den kommenden Wochen keine Konzerte im Antwerpener Sportpaleis, in der Antwerpener Lotto-Arena und im Brüsseler Forest National stattfinden werden. (belga/mv)

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