Das Planbüro hat seine erst Ende Januar veröffentlichten Projektionen (13,2 Millionen Belgier bis 2070) revidiert, da man festgestellt hat, dass das Wachstum deutlich langsamer ist als ursprünglich angenommen.
Man geht jetzt davon aus, dass bis zum Stichjahr 2070 auf jede belgische Frau 1,7 Kinder entfallen. Kinder, die 2070 geboren werden, sollen den Angaben zufolge länger leben. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt dann bei 89,7 Jahren für Frauen und 88,1 Jahren für Männer. Dabei gibt es allerdings zwischen den Regionen leichte Unterschiede. Frauen in der Wallonischen Region werden demnach 87,9 Jahre alt, während Männer 86,4 Jahre alt werden.
In Brüssel liegt die Lebenserwartung für Frauen bei 88,9 und für Männer bei 86,8 Jahre. In Flandern werden den statistischen Erhebungen zufolge die Frauen 90,8 und Männer 89,2 Jahre alt.
Bei den demografischen Vorhersagen spielt allerdings auch die Migration eine Rolle, der unter anderem die EU-Erweiterung zugrunde liegt. Laut Planbüro soll die Zahl der Migranten ab dem Jahr 2030 auf das Niveau von Anfang 2000 zurückgehen, was konkret bedeutet, dass maximal noch 20.000 Personen nach Belgien einwandern würden.
Abschließend sei noch erwähnt, dass die Zahl der Menschen ab 67 von derzeit 17 auf 24 Prozent im Jahr 2070 steigen wird. Man geht davon aus, dass es ab dem Jahr 2030 mehr Menschen ab 67 Jahre geben wird als Jugendliche unter 17. Schließlich wird die Zahl der Alleinerziehenden bis 2070 auf 40 Prozent steigen – 2019 lag deren Zahl bei 35 Prozent. (um/belga)

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