Die Bürgermeister der Gemeinden Malmedy und Waimes (Weismes) waren enttäuscht, dass ihre Gemeinden und sie nicht durch belgische Politiker bei dem Empfang zur hundertjährigen Zugehörigkeit der DG-Ostbelgiens erwähnt wurden. Dass jetzt diese frankofonen Gemeinden, wenn auch eng verbunden mit der DG, trotzdem politisch außerhalb stehen, liegt nicht in der Verantwortung der DG-Ostbelgiens.
Als in Belgien die Sprachgemeinschaften entstanden und deren Grenzen gezogen wurden, hatten diese beiden Gemeinden die Möglichkeit gehabt, mit den rein deutschsprachigen Gemeinden eine Einheit zu bleiben, unter der Bedingung, Deutsch als offizielle Hauptamtssprache zu akzeptieren.
Das wurde aber damals von den frankofonen Politikern in diesen beiden Gemeinden abgelehnt, da sie sich einseitig der Französischen Gemeinschaft zuordneten. Hätten die damalige PDB und ihre Freunde nicht die Flamen gehabt, die die Autonomiebestrebungen im deutschen Sprachgebiet unterstützten, würde heute keiner von einer DG-Ostbelgiens reden.
Im Kleinen hier in Ostbelgien zeigt diese Geschichte, dass es den Frankofonen immer sehr schwer fällt, anderen Sprachen Gleichberechtigung zuzugestehen. Darum die Forderung nach einer Aufteilung Belgiens in Sprachgebiete. Ich verstehe nicht, dass immer wieder von flämischen Nationalisten der N-VA geredet wird, und dabei geflissentlich übersehen wird, dass die frankofone PS und die Brüsseler Défi extrem französisch-nationalistisch sind.
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