Religion und Schule?

Vor mehr als 100 Jahren orakelte ein gewisser Lenin: „Religion ist Opium für das Volk.“ Was daraus geworden ist, dauert bis heute an: Gulags, Auschwitz, Massenmorde, Christenverfolgung usw. Das 20. Jahrhundert war das bisher Schrecklichste mit seinen linken und rechten Diktaturen, mit seinen Massenmördern wie Lenin, Stalin, Hitler, Mao, Pol Pot und noch vielen anderen.

Religion ist auch nicht nur Privatsache, denn sie prägt im positiven wie auch negativen Sinn die ganze Gesellschaft. Religions-, Ethik- und Moralunterricht bilden ein Ganzes, so wie ein Kleeblatt; das eine kommt ohne das andere nicht aus. Das sind die Fundamente fürs Leben, mit welchen Mitteln soll denn sonst der so oft desaströse Einfluss von Internet und anderen neuen Medien auf unsere Jugendliche bekämpft werden? Was 14-Jährige mit Mietverträgen und Steuererklärungen zu tun haben, ist mir allerdings schleierhaft.

Die Reaktion der beiden Eupener Religionspädagogen Marie und Guido Meyer (endlich mal zwei vernünftige und angenehme Meyer) war hervorragend. Schade, dass nicht mehr Religionslehrer(innen) reagiert haben... Das kann ja noch kommen.

Frau Weykmans, gehen Sie doch mal in den Religionsunterricht einer Grund- und Mittelschule, und hören Sie sich an, was ein guter Religionslehrer(in) den Kindern erzählt. Wir leben nicht mehr im Mittelalter. Also, ganz klar, Schule UND Religion UND Ethik UND Moral!

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Kommentare

  • Es stimmt, Herr Genten, wir leben nicht mehr im Mittelalter.
    Deshalb sollten Glaubenshüter und auch Religionslehrer endlich aufhören, die Ängste von Menschen zu instrumentalisieren, um vermeintliche Gefahren für ihren Glauben und ihre Religion mit absurder Logik abzuwehren.

    Nein, es drohen auch keine Gefahren für Menschen, die keinem von den Glaubensgemeinschaften organisierten Religionsunterricht folgen. Das genaue Gegenteil ist der Fall.

    Wenn ein Religionslehrer solche grotesken Aussagen macht, sollte man dessen pädagogische Befähigung hinterfragen.
    Dies gilt auch für „Pädagogen“, die Kindern -nicht im Mittelalter, sondern im 21. Jahrhundert, nicht in einem Gottesstaat sondern in der Deutschsprachigen Gemeinschaft- damit Angst einjagen zu behaupten, der Teufel säße mit am Tisch, wenn das Tischgebet nicht gesprichen würde.
    Dies gilt auch für „Pädagogen“ in der DG, die Kinder mit der Aussage zu indoktrinieren versuchen, es gäbe nur eine richtige Religion.
    Dies gilt auch für „Pädagogen“ in der DG, die Kinder mit historisch und wissenschaftlich unhaltbaren Märchen manipulieren.
    Dies gilt auch für „Pädagogen“ in der DG, die Kindern suggerieren, Musik sei schlecht oder haram oder Gott (Allah) habe den Gläubigen verboten, Schweinefleisch zu essen.

    Ich möchte gar nicht wissen, was sonst noch in einem von den Kultusträgern organisierten Bekenntnis-Unterricht, auf dessen Inhalt und Methode die Gemeinschaft keinen Einfluss hat, „vermittelt“ wird.
    „Freiheit im Denken“, „Mündigkeit“ und „kritische Sprachfähigkeit“ ist es offensichtlich nicht.

    Der Staat sollte seine Verantwortung für das, was in staatlichen Schulen (und nicht nur dort) gelehrt wird, wieder zurückholen.
    Dazu bedarf es u.a. auch einer Reform des Religionsunterrichtes. Weg vom getrennten konfessionsabhängigen Bekenntnisunterricht hin zu einem gemeinsamen Religionskunde-, Ethik- und Philosophieunterricht.

    Wer sich mit abwegigen Argumenten reflexartig dagegen stemmt hat mit Sicherheit nicht die Mündigkeit von Kindern und Jugendlichen im Sinn, sondern wohl eher das Festhalten an verkrusteten Strukturen und fragwürdigen Lehren, die „als Grundlage einer heute verantwortbaren Ethik völlig ungeeignet sind“.

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