Sechs Menschen seien zudem schwer verletzt worden, teilte die örtliche Menschenrechtsorganisation Cepadho am Mittwochabend mit. Zuvor war die Rede von 15 Toten bei zwei Angriffen gewesen.
Mutmaßliche Kämpfer der Islamistenmiliz ADF griffen laut der Organisation in der Nacht zum Mittwoch mehrere Dörfer nördlich der Stadt Beni an. Sie seien von Tür zu Tür gegangen und hätten Menschen getötet sowie Häuser geplündert. Sie zogen sich demnach wieder zurück, bevor die Streitkräfte die Dörfer erreichten.
Der Osten des Kongos ist seit Jahren instabil. Etliche bewaffnete Gruppen sind dort aktiv, den meisten geht es um die Kontrolle wertvoller Bodenschätze. Immer wieder greift vor allem die radikal-islamistische ADF Menschen an. Ende Oktober begannen die Streitkräfte eine Offensive gegen die Milizen in der Region. Seitdem hat die ADF nach Angaben von Cepadho mehr als 200 Zivilisten getötet. Jüngst kam es zu teilweise gewalttätigen Protesten von Zivilisten in mehreren Orten wegen der andauernden Unsicherheit.
Zudem wütet in der Region seit anderthalb Jahren die gefährliche Krankheit Ebola. Die Seuche ist vor allem wegen der instabilen Situation schwer in den Griff zu bekommen. Nach Angaben der kongolesischen Behörden haben sich bislang mehr als 3.400 Menschen infiziert und es sind mehr als 2.200 Menschen gestorben. (dpa)

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