„Schreibt sie nicht ab“: „Aktion Damian“ startet jährliche Kampagne gegen Lepra

<p>Prinzessin Astrid (2.v.l.) und Prinz Lorenz (3.v.r.) bei einem Besuch im Krankenhaus in Kawasoti, Nepal, am Mittwoch.</p>
Prinzessin Astrid (2.v.l.) und Prinz Lorenz (3.v.r.) bei einem Besuch im Krankenhaus in Kawasoti, Nepal, am Mittwoch. | Foto: belga

Das Spendenwochenende steht unmittelbar nach der humanitären Mission von Prinzessin Astrid, der Ehrenvorsitzenden der Organisation, in Nepal an. Das Land zwischen China und Indien ist der Schwerpunkt der diesjährigen Kampagne, deren Slogan „Rien n’est écrit“ bzw. „Schrijf hen niet af“ (dt.: „Schreibt sie nicht ab“) lautet: eine Anspielung auf die Stifte, die die Freiwilligen der Organisation jedes Jahr vor Supermärkten, Einkaufszentren und anderen belebten Orten in ganz Belgien verkaufen.

In diesem Jahr sind aber auch Kuscheltiere und Socken der „Aktion Damian“ erhältlich. Jeder, der einen Beitrag leisten möchte, hat ebenfalls die Möglichkeit, eine Spende auf das Konto BE05 0000 0000 7575 zu überweisen.

Die Krankheit

Alle zwei Minuten erfährt ein Mensch auf der Welt, dass er an Lepra erkrankt ist, heißt es in einer Pressemitteilung der Organisation. Die Krankheit ist nicht tödlich, kann aber „irreversible Verstümmelungen und soziale Ausgrenzung verursachen kann“.

Der belgische Arzt Jos Vandelaer lebt in Nepal und arbeitet dort für die Weltgesundheitsorganisation WHO. In Kathmandu erklärt er während der Mission von Prinzessin Astrid in einem Video-Interview mit Belga, wie es mit der Krankheit in Nepal aussieht: „Jedes Jahr gibt es in Nepal etwa 3.000 neue Leprafälle. Es sind die ärmsten Menschen, die Lepra bekommen, und diejenigen, die in den entlegensten Gebieten leben [...]. Es ist wichtig, dass die Menschen Zugang zu medizinischer Versorgung haben und rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden, bevor sie Missbildungen entwickeln“.

Genau aus diesem Grund handelt die Organisation in Nepal proaktiv. Ilse Errygers von „Aktion Damian“ erklärt, wie die Mitarbeiter vorgehen: „Wir gehen in die Dörfer, untersuchen die Familien und sobald wir Leprapatienten finden, behandeln wir sie mit Medikamenten. Eine Behandlung dauert neun Monate, und mit 50 Euro kann die „Aktion Damian“ das Leben eines Leprapatienten retten, in Nepal oder in einem der fünfzehn anderen Länder, in denen wir Projekte am laufen haben.“

Line Lismont, Kommunikationskoordinatorin von „Aktion Damian“, weist darauf hin, dass am Freitagabend in Lüttich im Stadion in Sclessin anlässlich des Fußballspiels der 1. Division zwischen Standard und Ostende eine Aktion durchgeführt wird. (belga/alno)

Weitere Infos zur Kampagne finden Sie hier auf der offiziellen Webseite.

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